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Delitzsch Delitzscher WGD-Hausmeister sind seit 25 Jahren Alleskönner
Region Delitzsch Delitzscher WGD-Hausmeister sind seit 25 Jahren Alleskönner
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05:00 10.08.2017
Delitzsch liegt Lothar Auert, Rüdiger Henze und Günther Penndorf (von links) am Herzen. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Diese Männer darf man „Mädchen für Alles“ nennen. Gärtner, Handwerker aller Art, schnelle Eingreiftruppe, Winterdienst, Kummerkasten – Lothar Auert (56), Günther Penndorf (59) und Rüdiger Henze (57) sind Allesmacher und Alleskönner. Sie sind Hausmeister beim größten Vermieter der Loberstadt, der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch (WGD) mit ihren mehr als 2000 Mietwohnungen. Sie sind drei von acht Männern, drei mit langer Vergangenheit.

Meister von Haus und Hof sind die drei nämlich schon seit 25 Jahren, feiern damit zusammen ein besonderes Jubiläum im Job. Doch nicht nur das verbindet die Herren in Blau: „Der Kontakt zu den Menschen ist toll“, sagt Lothar Auert und seine Kollegen pflichten ihm sofort bei. „Und man lernt nie aus“, ergänzt Rüdiger Henze. Keiner von ihnen hat 1992 lange gezögert, als die Stellenausschreibung „Hausmeister gesucht“ im Amtsblatt auftauchte. Im ersten Beruf waren die Männer Schlosser so wie Rüdiger Henze und Günther Penndorf oder Schmelzer und Gießer wie Lothar Auert. Handwerkliches Geschick brachten sie also zur Genüge mit. „Es war auch eine Chance“, blickt Rüdiger Henze zurück. Die Zeiten nach der Wende waren bekanntlich nicht leicht, Arbeitsplätze unsicher oder schon weggebrochen – so eine Wohnungsgesellschaft schien ein attraktiver Arbeitgeber. Und ist es bis heute geblieben, kein schlechtes Wort kommt den dreien über die Lippen.

Revier ist der Delitzscher Norden

Und der Job ist und bleibt ein schöner. Ihr „Revier“ ist der Delitzscher Norden und die Bitterfelder Straße, wo sie insgesamt Hunderte Wohnungen betreuen. Auch wenn der Arbeitstag pickepackevoll mit Aufgaben ist und stets viel zu tun, gerne nehmen sich die Hausmeister Zeit für „ihre“ Mieter: „Man kommt mit so vielen Menschen ins Gespräch“, freut sich Günther Penndorf. „Ich freue mich immer, wenn die Kinder neugierige Fragen stellen“, ergänzt Lothar Auert und dann schmunzeln alle drei, dass das ja auch irgendwie Nachwuchsförderung sei. Hier und da bleibt immer mal Zeit für einen Schwatz nebenbei, wenn sie gerade eine Hecke verschneiden, eine kleine Reparatur durchführen oder Müll auflesen. Dazu kommen zudem Mietersprechstunden. Für manch ältere Alleinstehende werden die Meister von Haus und Hof so zu einer wichtigen Kontaktperson. „Das machen wir gerne“, versichern die drei.

Und dass sie fast den ganzen Tag an der frischen Luft arbeiten, sei auch von Vorteil in diesem Beruf, schätzt Rüdiger Henze: „Ich finde man ist nicht so anfällig für Krankheiten wie Leute, die den ganzen Tag im Büro sitzen.“ Im Winter sei das Arbeiten draußen natürlich nicht immer die pure Glückseligkeit, wenn schon kurz nach vier der Winterdienst beginnt. Dafür aber gibt es gerne auch mal Lob von Post- und Zeitungsausträgern, das bei der WGD immer schon die Schnee- und Glättefreiheit herrscht, wenn andere noch nicht ans Aufstehen denken mögen. Dass es um ihre Objekte picobello aussieht, klappt auch, wenn einer im Urlaub ist – die drei vertreten sich gegenseitig.

Gute Zeit beim größten Delitzscher Vermieter

25 Jahre bei der WGD seien eine gute Zeit gewesen, sind sich Günther Penndorf, Lothar Auert und Rüdiger Henze einig. Nur eines stört sie ganz gewaltig: Immer mehr Leute schmeißen ihren Müll einfach in Grünanlagen und auf Wege, manche tüten den Hundekot sogar noch extra ein, bevor er in die Hecke fliegt. Dabei geht es ihnen nicht nur um die Sauberkeit und Ordnung direkt an den WGD-Objekten, regelmäßig sind die Männer auch mit dem Bürgerbüro und dem Ordnungsamt der Stadt in Kontakt und melden Schandflecken. Schöner wohnen in Delitzsch liegt den Meistern von Haus und Hof eben für alle am Herzen.

Von Christine Jacob

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