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17:16 19.05.2015
Uwe Dorr geht stets gut gelaunt über den Äther. Sein Happyfan-Radio ist längst zu Lebensinhalt und Berufung geworden. Quelle: Christine Jacob

Es ist ein "Hobby", das den Delitzscher inzwischen sieben Tage die Woche, gut und gerne auch mal mehr als zwölf Stunden täglich fesselt.

Happyfan-Radio nennt sich das Webradio, zu hören ist es über das Internet (www.happyfan-radio.de) - theoretisch weltweit. Seit fünf Jahren gibt es den Sender schon. Nun entwickelt er sich immer mehr zum Lokalradio, wöchentlich gibt es seit Kurzem zum Beispiel Interviews mit den Pressesprechern des Delitzscher Rathauses.

"Nur Musik spielen ist mir zu wenig, ich möchte auch Nachrichten und lokale Informationen bieten", sagt Uwe Dorr. Getreu des Namens solle es die Fans glücklich machen, sagt der Delitzscher. Noch immer nennt sich der 54-Jährige "DJ Praktikant". So hat ja auch alles angefangen, als er für das gerade aus der Taufe gehobene Internetradio das Webdesign machte. Eine ganze Reihe von Leuten ging 2008 auf Sendung, er mischte als Praktikant mit, doch plötzlich nahm der Betreiber Reißaus und die Gruppe wollte weitermachen. Uwe Dorr stieg ein. "Der Rest der Truppe hat sich auch schon zerstreut", sagt er. So macht er nun fast im Alleingang von Delitzsch aus Radio. Wo genau er seinen Sitz hat, darf aus Angst vor Diebstahl der Technik nicht genannt werden. Viel Zeit, Liebe, aber auch Material hat er schließlich investiert - vor allem aus der eigenen Tasche oder dank Sponsoren. Wie das alles funktioniert, hat er sich autodidaktisch beigebracht. 24 Stunden täglich kann man Happyfan-Radio hören, Uwe Dorr ist mindestens viermal wöchentlich live auf Sendung. Ansonsten kümmert er sich um die Musik und sorgt dafür, dass alles läuft, kooperiert zudem mit dem Webradio Studio Amsterdam. Die genaue Hörerzahl lässt sich schwer ermitteln. Vor allem über den Chat, wo er mit den Hörern kommuniziert, bekommt Dorr sein Feedback. Mal hören nur drei Leute zu, mal interagieren mehr als 20 mit ihm.

Geht er, ganz gleich für welche Hörerzahl, auf Sendung, gibt es ein festes Ritual: Fünf Minuten vorher gibt es Cappuccino und Zigarette und Ruhe, um sich zu sammeln. Dann moderiert er los, kündigt die diversen Musiktitel an - die Mischung ist breit gefächert, reicht von Pop bis Rock. "Musik war schon immer meine Leidenschaft", sagt der 54-Jährige. Als Kind ist er mit dem Kofferradio unterm Kopfkissen schlafen gegangen. Aufgeregt sei er nicht. Wenn er zum Beispiel immer dienstags um 11.30 Uhr die Live-Interviews mit der Stadtverwaltung führt, fragt er einfach aus dem Bauch heraus. Mehr Radiohörer und Mitstreiter wünscht er sich. Und eines Tages könne er sich eine Art Bürgerradio für Delitzsch vorstellen. "Aber bis dahin ist es ein weiter, weiter Weg." Nur der Tod könne ihn vom Radiomachen abhalten, sagt Uwe Dorr. "Solange ich reden kann, werde ich senden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.04.2013

Christine Jacob

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