Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzscher Westen: Ex-Betriebsgelände soll Eigenheimstandort werden
Region Delitzsch Delitzscher Westen: Ex-Betriebsgelände soll Eigenheimstandort werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:11 22.03.2016
Das Ruinen-Ensemble an der Schkeuditzer/Ecke Richard-Wagner-Straße soll in absehbarer Zeit verschwinden, ebenso die Objekte dahinter. Quelle: Wolfgang Sens
Anzeige
Delitzsch

Die Entwicklungspläne im Delitzscher Westen wachsen in neue Dimensionen. Während ein bayerischer Investor eine Eigenheimsiedlung an der Halleschen Straße vorbereitet (wir berichteten), gedeiht im Rathaus die Hoffnung, auch auf dem Nachbarareal – im Karree von Schkeuditzer Straße, Kyhnaer und Windmühlenweg – Wohnbebauung realisieren zu können. Das mehrere Hektar große Gelände wurde vor Jahren von der Delitzscher Bau-Union genutzt. Es soll nun zwangsversteigert werden – die Firma, die bereits vor Jahren vom Markt verschwand, hat hohe Schulden hinterlassen. Einen Termin gibt es noch nicht.

In der Stadtverwaltung ist die Rede von Verbindlichkeiten in einstelliger Millionenhöhe, mit denen das Grundstück belastet sei. Neben einer bayerischen Versicherung und einem Kreditinstitut haben der Abwasserzweckverband und die Stadtverwaltung noch Forderungen gegenüber der Bau-Union. Wirklich üppig dürfte der Verkaufserlös der Fläche freilich nicht sein, da vor einer Neunutzung diverse Altlasten zu beseitigen sind. Die prominenteste ist wohl die Ruine des einstigen Verwaltungsobjektes der Firma direkt an der Schkeuditzer Straße. Dahinter befinden sich verschiedene Funktionsgebäude und großflächige Bodenversiegelungen. Zu DDR-Zeiten diente das Areal dem VEB Reko-Bau als Betriebssitz.

Im Rathaus geht es allerdings weniger um Erlöse als vielmehr um Entwicklungsperspektiven. „Wir haben die Zwangsversteigerung angestrebt, damit das Grundbuch bereinigt wird und sich vor Ort wieder etwas bewegt“, erklärte Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Mittelfristig soll das Areal als Eigenheimstandort gestaltet werden. Nicht von der Stadt, sondern von einem privaten Bauherrn oder Bauträger, der bei der Zwangsversteigerung zugreift. Schützenhilfe aus dem Rathaus wird bereits jetzt zugesichert. So soll spätestens 2018 der Flächennutzungsplan überarbeitet und aus dem Gewerbeareal planungsrechtlich eine Fläche fürs Wohnen werden. „Als Basis dafür brauchen wir aber ein Gesamtkonzept, das neben dem Bau-Union-Gelände auch die Flächen zwischen Kyhnaer Weg und Hallescher Straße umfasst“, erklärt Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch. Das Konzept soll mit den Investoren erarbeitet werden.

Schon deutlich weiter ist die Entwicklung am Schützenplatz, wo dieses Jahr zwölf Eigenheime entstehen. Am Freitag ab 18 Uhr will der Projektträger das Vorhaben vor Ort öffentlich vorstellen.

Von Kay Würker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit mittlerweile zwei Jahren ist die Seniorenberatungsstelle in der Halleschen Straße 44 geöffnet – dreimal wöchentlich, kostenfrei. Die Resonanz ist stark. Inzwischen kommen Hilfesuchende auch aus dem weiteren Delitzscher Umfeld. Betreuung und Vorsorge sind die großen Themen.

22.03.2016

Während Sachsens Jäger seit Jahren mit massivem Mitgliederschwund zu kämpfen haben, kann Jagdverband Delitzsch auf stabile Zahlen verweisen. Trotzdem könnten es mehr sein. Gibt es bald noch genügend Nachwuchs für den Vorstand?

22.03.2016

Am Landgericht Leipzig begann am Montag der Prozess gegen einen 28-jährigen Marokkaner, der im September 2015 einen etwa gleichaltrigen Tunesier getötet haben soll. Tatort: die Asylbewerberunterkunft im Delitzscher Ortsteil Spröda. Der Angeklagte ist geständig. Er sei von dem anderen in seiner Ehre gekränkt worden, erklärte er.

21.03.2016
Anzeige