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Delitzsch Delitzscher Zoo bietet neue Veranstaltungen und Attraktionen
Region Delitzsch Delitzscher Zoo bietet neue Veranstaltungen und Attraktionen
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00:29 08.01.2016
Die Nasenbären haben jetzt mehr Auslauf. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Als sie im Sommer 2013 die Leitung des Tiergartens übernahm, war „frischer Wind“ wohl die meist gebrauchte Redewendung im Zusammenhang mit Julia Gottschlich. Die heute 32-Jährige ist der Linie mit ihrem Team treu geblieben, mit neuen Veranstaltungen im Jahr 2016 will der kleine Zoo noch mehr Aufwind.

Der Erfolg spricht für die Crew: Kurz vor Weihnachten wurde die Marke von 50 000 Besuchern geknackt, Silvester fiel dann der 2014er-Rekord und wurden zum Abschluss des Jahres insgesamt 51 965 Besucher für 2015 gezählt. 2014 waren insgesamt 50 188 Gäste gekommen – zuvor war 2011 mit 45 528 Gästen das besucherstärkste Jahr. „Mit zur guten Besucherbilanz beigetragen haben die zahlreichen Veranstaltungen, die unseren Tiergarten immer bekannter machen“, so Julia Gottschlich. Daher will das Team 2016 noch eine Schippe drauf packen.

Kino und Theater im Zoo

„Wir setzen auf Bewährtes und Neues“, verspricht die Zoochefin. Erstmals wird es am 6. Februar ein Wintermärktchen im Tiergarten geben, das von 15 bis 18 Uhr Budenzauber verbreitet. Neue Zielgruppen werden im Sommer erschlossen: Popcornduft und Leinwandknistern inmitten der Gehege werden nach erfolgreicher Premiere im vergangenen Sommer wiederholt. Am 4. Juni und am 6. August wird in Kooperation mit dem Markt Zwanzig, dem Delitzscher Kino, zum Open-Air-Kino eingeladen, dazu gibt es noch ein Dinner. So kämen auch jene in den Tiergarten, die ihn sonst nicht auf der Rechnung hätten, hofft Julia Gottschlich. Das Gleiche gilt für das Sommertheater der Theaterakademie Sachsen, für das Tiergarten und Oberer Bahnhof erstmals kooperieren und die Zoo- zur Theaterbühne machen. Voraussichtlich wird Stefan Kaminsky, der der Akademie mit seinem „Sommernachtstrauma“ 2014 rund 600 Gäste brachte und auch in Bad Düben fürs „LANDschafftTHEATER“ verantwortlich zeichnete, der Regisseur des Stücks. Es wird also progressiv und fesselnd. Genaue Termine stehen noch nicht fest.

Im Reigen der knapp 20 bereits fest verankerten Veranstaltungen finden sich etablierte Aspekte wie Ostern mit Kinderprogramm und Puppenbühne, der Kindertag, Flohmarkt für Kinder sowie Pfingsten mit den Schenkenberger Blasmusikern. Das bewährte Lichter- und Laternenfest am 5. November bildet den offiziellen Abschluss des Veranstaltungsjahres.

Neues für die Tiere

Natürlich kommen auch die Tiere nicht zu kurz. Gute Besucherzahlen seien eine Rechtfertigung für jede Umgestaltung und Forderung, heißt es im Tiergartenteam. Schon jetzt gut angenommen auf beiden Seiten des Zauns wird das neue Gehege der Nasenbären. Das schmale Areal wurde auf rund das Vierfache vergrößert. Die fünf Nasenbären wuseln dort über Baumstämme, Kletterseile und Naturboden. Im Frühjahr soll die Anlage offiziell eingeweiht werden. Die Nutrias ziehen ebenfalls in ein größeres Gehege um. Sie werden die alte Anlage der Steppenfüchse bewohnen, die vor Weihnachten auf die große Bären-Anlage gezogen sind. Ein neues Dach soll bei den Kapuzineraffen gebaut werden. Für die vier Trampeltiere soll der ursprünglich für Büffel konzipierte Stall zum Offenstall umgebaut werden. Diese Baumaßnahmen werden von der Stadt übernommen, die Planungen laufen bereits.

Ein Projekt des Fördervereins, der schon den Bau der Bären-Anlage 2012 möglich gemacht hatte, ist die Fasanerie. „Die Fasanerie ist eine der ältesten Anlagen hier, sie stammt noch aus den Anfangszeiten“, schildert Julia Gottschlich. Der Tiergarten wurde 1968 gegründet. „Die Anlage soll von Grund auf neu gestaltet werden, den Besuchern neue Blickwinkel eröffnen und eine artgerechte Heimat für die Vögel bieten.“ Eventuell könne man die Anlage begehbar gestalten. Erste Vermessungsarbeiten seien bereits gelaufen.

Von Christine Jacob

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