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Delitzsch Delitzscher gestaltet neue Delitzscher Plakate
Region Delitzsch Delitzscher gestaltet neue Delitzscher Plakate
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14:00 22.04.2017
Christoph Ruhrmann lebt und arbeitet inzwischen ganz gerne in Delitzsch. Quelle: Christine Jacob
DELITZSCH

Da ist nur dieses Erdmännchen. Es schaut einen an, über ihm steht „Mit dem Tier auf Du und Du“, oben rechts die Öffnungszeiten, unten rechts das Logo. Nicht mehr. So sieht es aus, das druckfrische Plakat – und irgendwie hat man gleich Lust, in den Tiergarten Delitzsch zu gehen. Vielleicht gerade, weil das Plakat so aufgeräumt lässig-cool daher kommt, so, als ginge es um eine angesagte Bar. Kein Kitsch. Kein Firlefanz. Das Wesentliche. Genauso sieht das Plakat für den Tag der offenen Gartentür aus. Ein kleiner Spaten, Gras, Termine, fertig. Doch wer steckt dahinter?

Keine Kunst, sondern Handwerk

So wird der Tag der offenen Gartentür beworben. Quelle: TRNDLB

Ein Mann, der es ebenso aufgeräumt mag – der Grafikdesigner Christoph Ruhrmann. Im Rheinland geboren, mit sechs nach Berlin gezogen, dort aufgewachsen, über die Schülerzeitung in einer Zeit noch ohne Computer die Lust an Grafik entdeckt und dann für den Job gepilgert von Düsseldorf bis San Francisco. Seit rund drei Jahren lebt Christoph Ruhrmann nun in Delitzsch, seine gute Arbeit hat sich inzwischen auch hier rumgesprochen, jetzt designt er mehr und mehr für die Stadt. Die reiht sich ein in eine Liste von Kundennamen, die vom Klinger Forum bis zum Filmverband Sachsen reicht. Er hat für den Zoo Berlin designt, und und und ... Christoph Ruhrmann arbeitet mit der Firma „TRNDLB“ selbstständig, im Auftrag von, in Kooperation mit ... so wie es eben typisch ist für die Branche. Weniger typisch die Bescheidenheit, die er an den Tag legt: „Es ist keine Kunst, es ist ein Handwerk“, sagt der 49-Jährige. Wie in jedem Beruf gibt es Pflicht und Kür.

Wissen, was nicht funktioniert

Es gehe bei Grafikdesign – und das zeigen die neuen Delitzscher Plakate – um Form, Struktur und Vermittlung von Inhalten, wenn Grafikdesigner arbeiten, betont der Experte. Es geht um das Aufbauen von Elementen, das Abrufen bestimmter Mechanismen, die man als guter Handwerker einfach drauf hat. Design erklärt der Profi gerne auch mal mit der Bärchenwurst, die wir alle von der Fleischtheke kennen. Da wurde kein Produkt entwickelt – diese einfache Wurstrezeptur gibt es ja schon –, wohl aber ein unverwechselbares Design: „Die Wurst lächelt dich an und du lächelst zurück“, sagt Christoph Ruhrmann. „90 Prozent des Jobs ist es, zu wissen, was nicht funktioniert“, meint der Delitzscher. Und ansonsten gibt es auch unter Grafikdesignern den vielzitierten Spruch, doch einfach einen Kreis zu machen, wenn man nicht mehr weiter weiß. Irgendwie ahnt man, dass dieser kreative Kopf nur selten zum Kreis greift.

Von Christine Jacob

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