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Delitzsch Delitzscher gründen Bürger-Genossenschaft
Region Delitzsch Delitzscher gründen Bürger-Genossenschaft
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13:31 19.04.2018
Elektroniker Ronny Pelzer und Sebastian Weber (rechts) kontrollieren die Fotovoltaik-Anlage der Stadtwerke in der Sachsenstraße. Anlagen wie diese will jetzt in Delitzsch eine Energie-Genossenschaft betreiben. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Ein knappes Jahr wird davon gesprochen. Jetzt haben Delitzscher Bürger eine Energie-Genossenschaft gegründet. 14 Gründungsmitglieder, darunter die Stadt, die Stadtwerke und die Wohnungsgesellschaft Delitzsch, haben sich zusammengetan und einen Aufsichtsrat und Vorstand gewählt.

Die Genossenschaft verfolgt das Ziel, auf kommunalen Dächern Fotovoltaikanlagen zu installieren und den erzeugten Strom in den Schulen und Kindertagesstätten gleich vor Ort zu verbrauchen. Der überschüssige Strom wird in das Netz der Stadtwerke eingespeist. Wie Stadtwerke-Chef Robert Greb berichtet, sind vier Fotovoltaikprojekte – die Dächer der Kindertagesstätten Bummi, Freundschaft, Sonnenland und der Grundschule am Rosenweg – soweit vorbereitet, dass im Frühjahr die Bauarbeiten beginnen können.

Vorstand und Aufsichtsrat gewählt

Der Vorstand wird die ersten Schritte der Genossenschaft jetzt zügig vorbereiten. Ihm gehören Volker Löffler, Jörg Kiesewetter und Robert Greb an. In den Aufsichtsrat wurden Uwe Bernhardt (Vorsitzender), Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos), André Planer und Kai Hofmeier gewählt. Alle Ämter sind ehrenamtlich.

Zunächst müssen jedoch noch Formalitäten wie die Eintragung der Genossenschaft in das Genossenschaftsregister und die Vorbereitung der Bankfinanzierung abgearbeitet werden. „Im Frühjahr sollen dann weitere Mitglieder – insbesondere aus der Delitzscher Bevölkerung – geworben werden“, erklärt Greb. Für 250 Euro je Anteil können Privatpersonen sich an der Genossenschaft beteiligen. Für Unternehmen und Institutionen sind es 1000 Euro pro Anteil.

Neben den ökologischen Aspekten steht auch ein wirtschaftlicher im Mittelpunkt. Laut Vorstand wird eine Rendite von mindestens zwei Prozent angepeilt. „Geht alles nach Plan, könnten es auch vier Prozent und mehr werden“, so Greb. Die Stadtwerke Delitzsch leisten Starthilfe insbesondere bei der Planung und dem Bau der Anlagen und sollen später auch die energiewirtschaftliche Betreuung übernehmen.

Mit der Energie-Genossenschaft will Delitzsch das Bürgerengagement und seine Tradition als anerkannter Geburtsort des Genossenschaftswesens stärken. Deshalb war die Idee zur Gründung der Genossenschaft von OBM Wilde und den Stadtwerken in die Öffentlichkeit getragen worden.

Von Thomas Steingen

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