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Delitzsch Delitzscher haben einen Masterplan fürs Sparen
Region Delitzsch Delitzscher haben einen Masterplan fürs Sparen
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13:55 19.05.2015
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gieeffizienz-Manager Tillman Bruns. In zahlreichen Delitzscher Gebäuden sind energetische Sanierungen fällig: Dach- und Fassadendämmungen, Austausch alter Fenster und Heizungen, auch manches elektrische Gerät ist überaltert. "Wer an diesen Stellen investiert, hat nicht nur höheren Wohnkomfort, sondern spart langfristig auch viel Geld. Und es gibt interessante Fördermöglichkeiten", wirbt Bruns.

Doch wie kommt diese Botschaft zum Verbraucher? Bruns zeigt auf ein rund 50 Seiten starkes Dokument, gerade fertig geworden. Der Masterplan der Stadt Delitzsch. Dreieinhalb Jahre haben Wissenschaftler daran gearbeitet. Die Dokumentation zeigt die Wege auf, wie bei Haus- und Wohnungseigentümern in der Loberstadt effektiv Überzeugungsarbeit geleistet werden kann, damit Energieeffizienz tatsächlich gelebt wird.

Rückblende: 2010 gewann Delitzsch im Wettbewerb "Energieeffiziente Stadt" des Bundesforschungsministeriums, wurde eine von fünf deutschen Modellkommunen. Während sich die anderen Gewinner mit Solarprojekten oder Elektromobilität beschäftigen, konzentriert sich Delitzsch auf Gebäudesanierungen. Unterstützt mit Forschungsgeldern, arbeiten seit 2011 unter anderem die Uni Leipzig, das Leipziger Umweltforschungszentrum und die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH an einem Masterplan.

Mit dabei: Mart Verhoog, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Uni-Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement. Er nutzte Erfahrungen aus der Werbeforschung für die Entwicklung eines Stufenmodells, um verschiedene Delitzscher Bevölkerungsgruppen passgenau fürs Energiesparen motivieren zu können.

Der Kern des Ganzen: Die Einwohnerschaft wird unterteilt - in Bürger, die von dem Thema noch gar nichts wissen, die sich darüber zumindest Gedanken gemacht haben und jene, die schon überzeugt sind, in Haus oder Wohnung investieren zu müssen. Grundlage für die Unterteilung sind einerseits anonymisierte Umfrageergebnisse des Umweltforschungszentrums, andererseits sogenannte Milieukarten des Heidelberger Sinus-Instituts. Die Milieus spiegeln unterschiedliche Einkommensschichten wider - mit entsprechend unterschiedlichem Interesse an Energieeffizienz.

Ein weiterer Baustein des Masterplans sind Übersichten über die Gebäudetypen in Delitzsch und deren jeweiligen Ertüchtigungsstand. Auch technische Gegebenheiten, wie etwa das Versorgungssystem in der Stadt, werden berücksichtigt.

"Wenn wir all diese Datenkarten übereinander legen, wissen wir, wo es in Delitzsch hohe Sanierungspotenziale gibt und wo Bevölkerungsgruppen wohnen, die für das Thema zugänglich sind", erklärt Mart Verhoog. "Dadurch sind gezielte Informationen möglich. Einen solchen innovativen Ansatz gab es bislang nicht."

Der Masterplan wird in Kürze dem Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) übergeben. Dann geht es um die Anwendung. Mit Anwohnerforen, Beratungsgesprächen, medialen Veröffentlichungen. Auch die sind Teil des Planes.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.01.2015
Kay Würker

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