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Delitzscher meistern Nadelöhr in der Eisenbahnstraße tapfer

Verkehrschaos bleibt bisher aus Delitzscher meistern Nadelöhr in der Eisenbahnstraße tapfer

Das befürchtete Verkehrschaos in der Eisenbahnstraße in Delitzsch ist bisher ausgeblieben. Zumindest rollte der Verkehr am Dienstagmittag zügig an der neuen Baustelle vorbei. Auch auf den Umleitungsstrecken war zu dieser Zeit kein Stau. Kritische Punkte bleiben aber die Ein-/Ausfahrten an den Parkplätzen der Einkaufsmärkte.

Kraftfahrer, die derzeit durch Delitzsch müssen, haben sich auf einige Umleitungen einzustellen.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Kaum hatte die LVZ die Meldung gedruckt, dass die Eisenbahnstraße in Delitzsch in dieser Woche selbst zur Baustelle wird und deshalb im Abschnitt zwischen Grünstraße und Bismarckstraße halbseitig gesperrt wird, begann in den sozialen Netzwerken die Diskussion, weil eine Verschärfung der Verkehrslage in der Innenstadt befürchtet wurde. Von Müttern, die Angst hatten, mit ihren Kinderwagen nicht mehr sicher über die Straße zu kommen, bis zum Verständnis für die Arbeiten reichte Ende vergangener Woche die Breite der Wortmeldungen.

Schilder werden teils ignoriert

Seit Montag wird nun in der Eisenbahnstraße am Park-and-ride-Platz gebaut, aber das befürchtete Verkehrschaos blieb bisher aus. Zumindest spiegelten Beobachtungen Montagsvormittag das wider. Dies bestätigt auch Taxifahrer Andy Heikel der LVZ, der vom Unteren Bahnhof aus die Situation gut einschätzen kann. „Ich merke kaum Veränderungen. Weil wir als Taxi die kürzeste Strecke nehmen müssen, fahren wir durch die Grünstraße, wenn wir beispielsweise in Richtung Osten müssen“, so der Delitzscher. Festgestellt hat er allerdings, dass viele Kraftfahrer, wenn sie aus Richtung Norden der Eisenbahnstraße entlangkommen, nicht in die Eilenburger Straße abbiegen, sondern bis an die Baustelle heranfahren. „Mancher kann offenbar keine Schilder lesen“, so der Taxifahrer weiter. Schätzungsweise jedes dritte Auto fährt an diesem Vormittag durch den Kreisel am Bahnhof weiter. Ortskundige biegen an der Baustelle rechts in die Grünstraße ab. Fremde drehen entweder um oder fahren links in den Bushaltestellenbereich hinein. „Es gibt aber auch Fahrer, die ignorieren die Sperrung und rauschen einfach durch die Baustelle“, erzählt ein Arbeiter vor Ort. Während der Frühstückspause habe er fünf Autos gezählt, darunter auch einen Lkw.

Hohes Verkehrsaufkommen

Ansonsten ist das Verkehrsaufkommen in der Eisenbahnstraße, die seit dem Vorjahr als Umleitung für die gesperrte Bitterfelder Straße fungiert, nach wie vor hoch. Montagmittag rollt der Verkehr dort flüssig. Und auch in den für die halbseitige Sperrung eingerichteten Umleitungsstrecken Dübener und Eilenburger Straße mit ihren Einmündungen und Kreuzungen gibt es keine Probleme, was selbst die Delitzscher Politessen überrascht, denn seit die Eisenbahnstraße als Umleitung dient, haben es Kraftfahrer, die als Linksabbieger auf sie auffahren wollen oftmals schwer, wenn sie aus der Dübener Straße oder von den Parkplätzen der Einkaufsmärkte kommen. Gerade im Berufsverkehr steht man dort erfahrungsgemäß schnell mehrere Minuten. „Offenbar haben sich die Leute schnell auf die veränderte Situation eingestellt“, so ein städtischer Bediensteter.

Gute Erfahrung mit Umleitung

Auch im Netz hat sich die Aufregung etwas gelegt, berichten Nutzer, dass sie den Umweg gefahren sind und sogar schneller gewesen seien, als auf ihrer üblichen Route am Bahnhof vorbei. Die Stadtverwaltung ist sich der Situation bewusst, und bittet die Bürger um Verständnis. Der Bau des neuen Parkplatzes in der Eisenbahnstraße ist ein gefördertes Vorhaben und müsse als solches in einer bestimmten Zeit fertiggestellt werden. Und verschieben nach hinten ließen sich die Arbeiten wegen der Baustelle in der Bitterfelder Straße nicht, so die Verwaltung.

Von Thomas Steingen

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