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Delitzsch Delitzscher nehmen Straßensperrung am Bahnübergang gelassen
Region Delitzsch Delitzscher nehmen Straßensperrung am Bahnübergang gelassen
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06:00 29.03.2016
Buckelpiste: Der Weg für Radfahrer entlang der Strecke war unabhängig von der aktuellen Baustelle schon immer eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Er klopft kurz verärgert auf das Lenkrad seines Skoda. Dann huscht dem Mann aus dem Delitzscher Osten aber auch schon ein Lächeln übers Gesicht. „Ich dachte, ich versuch’s mal. Schön blöd“, sagt er, wendet seinen Wagen kurz vor einem praktisch nicht mehr existenten Bahnübergang und zieht ab. So wie ihm erging es am vergangenen Wochenende einigen Autofahrern am Bahnübergang in der Leipziger Straße in Delitzsch.

Autofahrer nehmen es gelassen

Wegen Arbeiten am Gleiskörper, bei denen Schienen erneuert und Weichen umgebaut werden, ist der Bahnübergang und mit ihm eine wichtige Verkehrsader durch die Stadt gesperrt. Das Gleisbett ist ausgebaggert, Baumaschinen rotieren, Vermesser tun ihrer Arbeit. Die erste Sperrphase begann am Gründonnerstag um 22 Uhr und soll noch bis kommenden Samstag um 8 Uhr anhalten. Der Autoverkehr wird in dieser Zeit über die Richard-Wagner- und Schkeuditzer Straße sowie die B 184 umgeleitet – deutlich hat dort der Verkehr zugenommen. So sind aber unter anderem das Pep und das beliebte Garten-Center für Autofahrer komfortabel zu erreichen – dem Geschäft jedenfalls scheint die Umleitung gerade bei Pflanzen Richter keinen Abbruch zu tun. Der Parkplatz ist voll an diesem Ostersamstag – gewohnt viele Leipziger Kennzeichen sind darunter, für die Messestädter ändert der Bau nichts an der Anfahrt, wenngleich mancher seine Fahrt am Umleitungsschild deutlich verlangsamt. „Die Umleitung ist aber gut ausgeschildert“, meint die Leipzigerin Sigrid Weber, „wir haben gleich verstanden, dass wir ohne Probleme ranfahren können.“

Der Verkehr um die Baustelle verlaufe ordentlich, schätzen auch die Bauarbeiter vor Ort ein. Ein paar Autofahrer würden sich immer mal bis kurz vor den Übergang vortasten und dann ohne weiteres Aufheben wenden. „Da kenne ich andere Maßnahmen, wo es ganz anders aussieht“, lobt der Bauleiter von Eiffage Infra Rail. Die Umleitung sei einfach und kurz gehalten. Fraglich sei, ob die Entspannung auch mit dem Berufsverkehr nach Ostern noch so anhalte. Das werde man sehen.

Radfahrer verärgert

Weniger gelassen allerdings sehen das ganze Prozedere die Radfahrer. „Wegen der Sperrung des Bahnüberganges ist die Umleitung für Autofahrer sicherlich in Ordnung, aber was bleibt den Radfahrern übrig?“, fragt etwa Doris Meißner. Als Radler muss der Weg entlang der Bahnstrecke und durch die „Mausefalle“ genommen werden. Es offenbart sich ein generelles Problem dieses Weges: Tiefe Löcher reihen sich aneinander. Schon wenn es trocken und hell ist, sei das Radfahren da äußerst schwierig und nur im Slalom machbar. Bei Regenwetter wird die Strecke zur Matschpiste. Die Kleingärtner würden die Löcher manchmal verfüllen, sonst kümmere sich niemand um diese schlechte Strecke, kritisiert die Delitzscherin – und es ärgern sich auch einige andere Radler an diesem Vormittag. Die Bauarbeiter jedenfalls sind entgegenkommend, ihr Bauleiter hat sie gebeten, wenn möglich einem Radfahrer seinen fahrbaren Untersatz über die Baustelle zu tragen.

Der Bahnübergang wird vom 15. April, 20 Uhr, bis zum 18. April, 6 Uhr erneut gesperrt. Am 2. Mai von 6 bis 22 Uhr ist dann wieder gesperrt. Eventuell rückt das Team im September auch noch einmal an. Ob aber im Herbst wieder Sperrungen nötig sind, ist noch unklar.

Von Christine Jacob

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