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Delitzscher präsentieren kreative Ideen im Privatgrün

Delitzscher präsentieren kreative Ideen im Privatgrün

Der Tag der offenen Gartentür, organisiert von der Stadtverwaltung Delitzsch, geht am 14. Juni in die fünfte Auflage - mit Rekordprogramm. 15 Innenhöfe und Gärten stehen auf der Liste, mehr als je zuvor.

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Garten mit Herz: Künstlerin und Gärtnerin Josephine Ortmann bereichert ihre grüne Oase mit handgefertigter Keramik.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Premiere hat zudem das Abschlusskonzert in der Hospitalkirche. Vier Areale, die erstmals zu sehen sind, stellt die LVZ in loser Serie vor. Den Auftakt macht Ortmanns Naturerlebnis in der Dübener Straße 103.

Ein Idyll, wie es im Buche steht. Der Besucher schreitet versonnen über eine Streuobstwiese, vorbei an Kirsch-, Pflaumen- und Apfelbäumen. Unterm Geäst zwei Liegestühle zum Verweilen. Am Rande gedeihen ungeschoren Brennnesseln und Goldrute, sogar eine Distel darf zu stolzer Größe wachsen. Eine Flur irgendwo auf dem Lande, so fühlt es sich an. Tatsächlich aber liegt das Grundstück in der Stadt, an einer Straßenkreuzung im Delitzscher Osten. Die Natur ist hier die wichtigste Mitarbeiterin, die Chefin heißt Josephine Ortmann.

2009 zog die gebürtige Leipzigerin mit ihrem Mann in die Kleinstadt am Lober, realisierte den Traum vom Eigenheim. "Zu diesem Zeitpunkt war der Garten völlig zugewachsen. Wir mussten das Grundstück erst mal Stück für Stück freilegen, um überhaupt etwas gestalten zu können", erzählt die 34-Jährige. Viel Arbeit hat sie seitdem in den Garten gesteckt. Und es doch vermieden, ihr ungebändigtes Fleckchen Erde der Akkuratesse zu opfern. "Ich habe in Kassel Landschaftsplanung studiert. Dort gibt es sehr viele Streuobstwiesen, die mich fasziniert haben. Sie sind im Garten durchaus praktisch, weil sie Platz bieten." Für Liegestühle zum Beispiel. Oder für die Fußballspiele ihrer beiden kleinen Jungs.

Das grüne Reich der Ortmanns ist wohl das naturnaheste in der Adressliste am Tag der offenen Gartentür. Inzwischen steht dort vor allem die Pflege des Gemüse- und Kräuterbeetes im Vordergrund. "Im Frühjahr bringe ich Kompost und Sämereien aus und gucke, was sonst noch wächst", schildert Josephine Ortmann. Das Ergebnis ist aktuell ein Potpourri aus Borretsch und Zucchini, Mohn und Ringelblume, Stangenbohnen und wilden Tomaten. Wenn klar ist, welche Gewächse Wurzeln geschlagen haben, beginnt die Detailarbeit, wird Stück für Stück gepflegt oder umgesetzt. Eine multikulturelle Beetgestaltung, die Josephine Ortmann gute Erfahrungen bescherte, etwa beim Thema Pflanzenkrankheiten.

Und es gibt noch mehr zu entdecken hinter diesem Gartenzaun. Keramik vor allem - mal versteckt, mal offensichtlich. Das Töpfern ist der Hausherrin zweite Muße. Vergangenes Jahr hat sie damit begonnen, im Dezember stellte sie erstmals auf dem Delitzscher Adventsmarkt aus. Auch am Tag der offenen Gartentür wird sie am Eingang einen Stand aufbauen. "Das Töpfern und der Garten sind mein Gegenpol zum Beruf." Als Mitarbeiterin eines großen Logistikunternehmens, zuständig für interne Abläufe, sind die Arbeitstage von Strukturen geprägt. Das Kreative gedeiht da zum Ausgleich. Zumal sich Garten und Keramik prächtig ergänzen: Der tönerne Schmetterling passt gut in den Baum, das Farnmotiv auf den Blumentopf. "Ich bin in der Regel jeden Abend in meiner kleinen Werkstatt im Keller", sagt Josephine Ortmann.

40-Stunden-Job, Gartenarbeit, Keramik und Familie - die Neu-Delitzscherin ist immer in Bewegung. Und die beiden Liegestühle? Nur Kulisse? "Nein. Am Wochenende halte ich Mittagsschlaf. Auf der Streuobstwiese."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.06.2015
Kay Würker

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