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Delitzsch Delitzscher spenden Getränke für Feuerwehrleute
Region Delitzsch Delitzscher spenden Getränke für Feuerwehrleute
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08:57 30.07.2018
Christin Bregulla, Anna Ludewig und der kleine Oskar haben eine Getränkespende an die Ortsfeuerwehren übergeben. Der Delitzscher Wehrleiter Andreas Pradel, seine Stellvertreter Heiko Friedrich und Klaus Bechstedt (von rechts) und Gerätewart Daniel Hirsemann (hinten) bedanken sich Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Die Feld- und Waldbrände halten die nordsächsischen Feuerwehren seit Wochen in Atem. Für den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen haben sich Delitzscher Bürger nun auf eine besondere Weise bedankt und kühles Nass zur Verfügung gestellt.

Getränke werden verteilt

Als sie auf dem Facebook-Auftritt der LVZ Nordsachsen in dieser Woche mal wieder von einem der fast schon zur Alltäglichkeit gewordenen Feldbrände las, kam der Delitzscherin Christin Bregulla spontan die Idee, dass man für die Kameradinnen und Kameraden im unermüdlichen Hitzeeinsatz doch auch mal etwas tun könne. Gemeinsam mit Anna Ludewig und Volker Stößel organisierte die junge Mutter binnen weniger Tage eine große Getränkespende. 16 Kästen Mineralwasser konnten die Frauen nun am Donnerstag auf der Feuerwache Delitzsch übergeben, von dort werden die Getränke auf die weiteren Ortswehren verteilt.

Motivation für Ehrenamtliche

„Wir wollten einfach nur mal ein Dankeschön rüberbringen“, erklären Anna Ludewig und Christin Bregulla ihre Motivation, immerhin leisteten die Frauen und Männer der Feuerwehren diese Arbeit ehrenamtlich. „Wir erwarten für das, was wir machen keinen Dank“, so der Delitzscher Wehrleiter Andreas Pradel. Zudem werden der Feuerwehr von der Stadt ganzjährig Getränke zur Verfügung gestellt, auf den Löschfahrzeugen sind stets Mineralwasser an Bord. Dennoch, so Andreas Pradel, sei die Getränkespende nicht überflüssig, denn die Geste einfach „fantastisch“ und eine schöne Motivation. Wenn es mal ein Dankeschön in Form von Briefen oder kleiner Präsente an die Feuerwehr geben würde, so meist von den Leuten, die die Feuerwehr zu sich rufen mussten. Ein solcher Dank von Bürgern, die noch nicht auf die Hilfe der Ehrenamtlichen angewiesen waren, sei dagegen eine Seltenheit. Da Ehrenamtliche alles aus Eigenmotivation heraus leisteten, motiviere solch ein Dank besonders. „Viele sehen nicht, dass die Feuerwehrleute das alles in ihrer Freizeit tun, den Arbeitsort und die Familie verlassen, um anderen zu helfen und noch dazu dabei immer auch mit einem Bein im Grab stehen, weil sie ihr Leben riskieren“, so Anna Ludewig. Zusätzlich zu den Getränken organisierte Volker Stößel noch eine große Tüte mit Müsliriegeln, die den Einsatzkräften als fix zu kauende Stärkung dienen sollen. Das Trio überlegt unterdessen, wie den Freiwilligen sonst noch unter die Arme gegriffen werden kann und hofft, dass noch mehr Bürger ihrem Beispiel folgen und der Feuerwehr danken.

Von Christine Jacob

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