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Delitzscher spenden für Kitas, Feuerwehr, Feste und Tierpark

900 Euro Delitzscher spenden für Kitas, Feuerwehr, Feste und Tierpark

Von Spenden in Millionenhöhe können Delitzsch und andere Kommunen nur träumen, dennoch gibt es sie, die Geldgeschenke. Im Vergleich zu Spendengalas sind sie allerdings verschwindend gering. Dennoch danken die Verwaltungen jedem einzelnen Spender. Vor allem Kitas und Feuerwehren profitieren davon.

Es gibt vor allem Geldspenden für Kommunen, Sachspenden kommen an zweiter Stelle. Die Geldbeträge selbst sind aber nicht allzu groß.

Quelle: dpa

Delitzsch. Die Spendenbereitschaft der Delitzscher scheint zwar ungebrochen, doch die dabei zusammenkommenden Summen an Geld und Sachspenden sind im Vergleich zu den großen bundesweiten Spendengalas, bei denen die Beträge teils erst jenseits der eine Million Euro beginnen, eher verschwindend gering. Dennoch sei man im Delitzscher Rathaus „jedem einzelnen Spender sehr dankbar“. Der Grund ist einleuchtend. Manche Dinge wären ohne Spenden nicht oder kaum in dem Umfang zu realisieren. Dabei sind es aber oft die kleinen Dinge, die eine freiwillige Finanzspritze benötigen.

Von Millionen-Spenden, wie sie beispielsweise Görlitz in den vergangenen Jahren immer wieder anonym bekommen hat, kann Delitzsch also nur träumen. In diesem Jahr sind 900 Euro für den Frühlings- und Genussmarkt, für den Tiergarten und für Baumpatenschaften gespendet worden, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Dabei handele es sich um insgesamt drei Spender. Eine Sachspende ging für die Feuerwehr ein. Im Rahmen von Sponsoring kamen 2300 Euro für den Neujahrsempfang als auch für den Frühlings- und Genussmarkt zusammen. Für diesen Geldbetrag griffen 15 Spender in ihre Schatullen. Dieser Markt zog erfreulicherweise sehr viel Publikum an und könnte zum Bestandteil städtischer Höhepunkte werden.

Anonyme Spender gibt es nicht

Anonyme Spender gibt es in Delitzsch nicht, informierte Stadtsprecherin Nadine Fuchs. Auch zu den Motiven der Spender könne die Stadt keine Auskunft geben. Allerdings gibt es Personen, die ihre Spende „nur zweckgebunden“ abgeben, wie beispielsweise bei der Feuerwehr geschehen. Zuständig für die ordnungsgemäße Verwendung sei dann das jeweilige Fachamt, hieß es. Dorthin würden die Finanzmittel zugeordnet. Bei zweckgebundenen Sachspenden regt die Verwaltung unbedingt eine vorherige Absprache an.

Mit der Änderung der Sächsischen Gemeindeordnung im Jahr 2014, wonach „die Entscheidung über die Annahme oder Vermittlung von Spenden, Schenkungen oder ähnlichen Zuwendungen“ eine „nicht übertragbare Entscheidung des Gemeinderates“ ist, also der Stadtrat darüber zu entscheiden hat, habe sich an der Spendenbereitschaft nichts verändert. Weder nach oben noch nach unten. Spender müssen seit dem in öffentlicher Sitzung bekanntgemacht, auch die Höhe des Betrages ihrer Spende genannt werden. Anonyme Spenden kann es deshalb nicht mehr geben. Die Gemeindeordnung legt zudem fest, dass das Einwerben und Entgegennehmen des Angebots einer Zuwendung ausschließlich des Bürgermeisters und der Beigeordneten obliegt.

Geldspenden an erster Stelle

Wiedemars Kämmerin Sibille Schmidt weiß, dass viele Spender von der neuen Regelung noch nichts gehört haben, obgleich sie schon relativ lange in Kraft ist. „Wir verweisen dann immer auf die öffentliche Bekanntmachung.“ Dass dann ein Spender von seiner Zuwendung Abstand genommen hätte, habe sie noch nicht erlebt. In Wiedemar kommen im Jahr etwa 5000 Euro an Spenden zusammen, die dann in Kindertagesstätten, in den Ortsfeuerwehren, auch in Schulen Verwendung finden. „Der Betrag ist über die vergangenen Jahre etwa stabil geblieben, Geldspenden stehen auch an erster Stelle“, hieß es aus der Kämmerei. Rein statistisch spendet fast jeder Wiedemarer einen Euro im Jahr. Die Gemeinde hat 5243 Einwohner. Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) geht da nicht ganz mit. Spenden würde es auch immer wieder von ortsansässigen Unternehmen geben. Auch das sei Ausdruck der Bindung zur Region.

Von Ditmar Wohlgemuth

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