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Delitzsch Delitzscher wollen „mehr Ruhe bitte“
Region Delitzsch Delitzscher wollen „mehr Ruhe bitte“
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08:00 09.08.2017
Diskussionsrunde zum Bahnlärm: Jörg Bornack und Stephan Kühn reden mit Delitzschern. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

„Mehr Ruhe bitte!“ hieß das Thema, zu dem Jörg Bornack in das Delitzscher Bürgerhaus einlud und sich dazu Verstärkung in Person des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn holte. Bornack ist Grünen-Bundestagskandidat für Nordsachsen. Leise blieb es in der Runde, zu der etwa 15 Bürger gekommen waren, nicht. So berichtete Doris Wedmann aus Döbernitz, dass sich im Delitzscher Ortsteil eine kleine Bürgerinitiative gegen den Bahnlärm gegründet habe, bereits über 70 Unterschriften unter einen Protestbrief gesammelt und an das Eisenbahnbundesamt in Bonn geschickt wurden. Bornack verwies immer wieder darauf, sich unbedingt an der Lärmaktionsplanung Schiene (https://www.laermaktionsplanung-schiene.de/eisenbahnbundesamt/de/home) zu beteiligen, um mehr politischen Druck zu erzeugen und Verbesserungen im Lärmschutz zu erreichen. Das sei eine Chance, um überhaupt etwas zu erreichen. In Delitzsch seien 1630 Einwohner in der Nacht von einem Lärmpegel von bis zu 55 dB betroffen. „Alles, was über 45 dB ist, gilt als gesundheitsgefährdend“, teilte Stephan Kühn mit. Auch er riet, sich in dieser Phase der Planung öffentlich zu beteiligen.

Kühn berichtete von zahlreichen Maßnahmen, die vorgesehen sind, um die Lärmbelastung von der Schiene zu reduzieren. „Allerdings gibt es für Bestandsstrecken keinen Rechtsanspruch.“ Dort könne sich die DB Cargo nur freiwillig verpflichten. Viel wichtiger schien Kühn und Bornack, den Lärm dort zu bekämpfen, wo er entsteht – am Wagen. Neue Bremsen und das Schleifen von Schienen könnten helfen. Die Delitzscherin Cathrin Epperlein befürchtet eine Zunahme des Zugverkehrs auf der Strecke Halle-Eilenburg und deutlich längere Schließzeiten der Schranke in der Leipziger Straße. Stephan Kühn will sich nun um konkrete Zahlen kümmern, um sie den Delitzschern mitzuteilen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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