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Delitzsch Delitzscherin Sophie Schrupp ist eine der besten Bäckereiverkäuferinnen
Region Delitzsch Delitzscherin Sophie Schrupp ist eine der besten Bäckereiverkäuferinnen
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15:00 09.10.2016
Heute kommt Sophie Schrupp nur noch für einen Kaffee in die Delitzscher Wendl-Filiale. Quelle: Christine Jacob
DELITZSCH/BENNDORF

Die Benndorferin Sophie Schrupp ist gar nicht mehr in dem Beruf tätig, aber sie ist doch eine der besten Bäckereifachverkäuferinnen. Als die Beste Verkäuferin Leipzigs und eine der besten im gesamten Freistaat wurde Sophie Schrupp vor Kurzem im Wettbewerb der Akademie des Bäckerhandwerks um Sachsens beste Nachwuchsbäcker und –verkäufer ausgezeichnet.

Im Wettstreit, der einen ganz Tag ging, musste sie sich in der Dekoration eines Verkaufstisches, im Umgang auch mit komplizierteren Kunden und als kompetente Ansprechpartnerin in allen Fragen zwischen Brot und Kuchen beweisen. „Man kann eigentlich nichts verlieren, und doch ist man nervös“, gibt die 20-Jährige zu.

Ihre Lehre hat Sophie Schrupp gerade erst im Frühjahr abgeschlossen. Es war eine Punktlandung besonderer Natur. Der errechnete Geburtstermin ihres Sohnes war der 16. Mai. Die Abschlussprüfung sollte am 31. Mai abgelegt werden. „Als ich den Geburtstermin hörte, war mir klar, dass ich das auf alle Fälle durchziehe und meine Lehre trotz Baby beende“, sagt sie. Am 3. Mai kam der Sohn zur Welt, Sophie Schrupp meisterte den Spagat zwischen Neugeborenem und Prüfungsstress. Inzwischen arbeitet sie nicht mehr in ihrem Ausbildungsbetrieb, der Bäckerei und Konditorei Wendl, die auch in Delitzsch eine Filiale hat.

Vor allem in Leipziger Filialen hat Sophie Schrupp ihr Handwerk gelernt, war ein halbes Jahr in der Loberstadt eingesetzt. Die angebotene Übernahme durch das Unternehmen hat sie abgelehnt. Sie hat festgestellt, dass der Beruf doch nicht der richtige für sie ist – beispielsweise der Spagat zwischen Schichten auch am Sonntag und Muttersein ihr nicht dauerhaft gelingen würde. Einen Job im Verkauf generell aber kann sich die junge Frau, die gerade im Babyjahr ist, gut vorstellen. „Ich bin sehr froh und dankbar, dass mich Wendl im Wettbewerb unterstützt hat, obwohl ich gar nicht mehr dort arbeite“, erzählt Sophie Schrupp. Inzwischen überlegt und arbeitet sie daran, selbst ihren Schein zum Ausbilder zu machen und später einmal Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben. „Ich will nicht auf der Stelle stehen, sondern immer weitermachen“, sagt sie.

Von Christine Jacob

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