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Delitzsch Delitzscherin feiert 100. Geburtstag
Region Delitzsch Delitzscherin feiert 100. Geburtstag
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17:25 19.05.2015
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Delitzsch

Damit ist sie die älteste Bewohnerin der Pflegeeinrichtung. Wie Heimleiterin Marina Scharping-Bätz berichtete, feierte das Seniorenheim seit seinem Bestehen zum vierten Mal einen 100. Geburtstag. Das Heimpersonal hofft, in diesem Jahr zwei weitere Jubiläen dieser Art erleben zu können, denn eine zweite Heimbewohnerin sowie eine Frau aus der Tagespflege seien ebenfalls 1913 geboren, so Marina Scharping-Bätz.

Zu den ersten Gratulanten gehörten gestern Vormittag neben den nächsten Verwandten der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos, 50) und Steffen Penndorf, Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH, zu der das Pflegeheim gehört. Und zu Ehren der 100-Jährigen unterbrach die Tagespflegegruppe ihre tägliche Zeitungsschau, um für Martha Ludwig ein Geburtstagsständchen zu singen. Mit dem Lied "Wir sind so froh, dass du geboren bist" ließen sie das Geburtstagskind hochleben. Anneliese Schellenberg aus der Tagespflegegruppe begleitete den Lobgesang musikalisch auf der Mundharmonika.

Geboren im oberschlesischen Kreutzendorf kam Martha Ludwig Ende des Zweiten Weltkrieges nach Delitzsch, wo ihr Mann Alfred als Reichsbahner schon länger arbeitete. Als dieser 1946 bei Demontagearbeiten für die russische Besatzungsmacht tödlich verunglückte, musste Martha Ludwig fortan für sich und ihre drei Söhne allein sorgen. "Das verdient heute noch unseren Respekt", blickt Sohn Herbert (70) auf eine schwere Zeit für seine Mutter zurück. Zunächst war diese als Hauswirtschafterin in der Schenkenberger Mühle bei Müller Leese in Stellung. Später arbeitete sie dann insgesamt 16 Jahre lang im Delitzscher Krankenhaus als Raumpflegerin.

Im Valere-Heim lebt sie seit September 2009. Sie hat also Haushalt und die täglichen Dinge des Lebens bis ins hohe Alter allein bewältigt. "Sie ist sehr ordnungsliebend, genießt den Duft von Blumen, trägt gern schöne Kleider, mag besonders Rouladen und Schnitzel - und sie interessiert sich für Fußball und Boxen", erzählen die Betreuerinnen. "Kein Wunder bei drei Söhnen", scherzen ihre Kinder. Und auch mit weit über 90 Jahren sei sie noch viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, können die Söhne Herbert und Günter (73) berichten. Ein Rezept, wie man 100 Jahre alt wird, hat ihre Mutter nicht. "Oma hat ganz normal gelebt. Es ist halt so passiert", erklärt sich Enkelin Christine Frommhold (47) den runden Geburtstag, der gestern Nachmittag ganz in Familie weiter gefeiert wurde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.04.2013

Steingen, Thomas

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