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Delitzsch Delitzscherin will Foodsharing in der Kleinstadt groß machen
Region Delitzsch Delitzscherin will Foodsharing in der Kleinstadt groß machen
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12:07 28.02.2018
Die junge Delitzscherin Kathleen Lowski will das Foodsharing in der Kleinstadt bekannt machen. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Es passiert ständig. Lebensmittel, die eigentlich noch absolut in Ordnung sind, landen im Müll. Die junge Delitzscherin Kathleen Lowski hat was dagegen. „Es könnte viel weniger in der Tonne landen“, sagt sie und hat in Delitzsch die erste Gruppe für Foodsharing (Essen teilen) gegründet.

Teilen statt wegwerfen

Teilen statt wegwerden! >Foodsharing Delitzsch“ heißt das Projekt bei Facebook. Essen zu teilen geht da ganz einfach. Wer privat Lebensmittel aussortiert, bietet sie einfach über die Plattform anderen an, macht sich einen Treff aus und wird das Essen im guten Sinne los. „Es ist sogar möglich, fertig zubereitetes Essen zu teilen, wenn man mal wieder zu viel gekocht hat“, sagt die 22-Jährige. Auf der Internet-Plattform foodsharing.de, einem Projekt des Vereins Foodsharing, funktioniert solch ein Konzept seit Jahren gut für Ballungsräume und Großstädte. Mit dieser bundesweiten Vereinsinitiative steht das Delitzscher Angebot nicht in Zusammenhang. Die Idee bleibt sich gleich: „Ich finde Foodsharing sollte sich viel mehr verbreiten und nicht nur in Großstädten Anwendung finden“, sagt Kathleen Lowski. In Leipzig, wohin sie täglich für ihre Erzieher-Ausbildung pendelt, habe sie gesehen, wie gut das funktionieren kann und will es nun in ihrer Heimatstadt bekannt(er) machen.

Gute Vorsätze geben Ausschlag

Die Delitzscherin selbst hat den Vorsatz gefasst, sich gesünder zu ernähren. Das ist so ein Klassiker, bei dem man seine Vorratsschränke von Gummibärchen bis Tütensuppe ausmistet und dann nicht mehr weiß, wohin mit dem Zeug. Aus dem Grübeln darüber machte Kathleen Lowski einfach ihre Aktion. Auch wer gezwungenermaßen auf eine gluten- oder laktosefreie Ernährung umstellt, muss wohl oder übel Lebensmittel aussortieren. Einem Verein wie der Tafel ist mit solchen Kleinstmengen nur bedingt geholfen, in der Regel handelt es sich bei den Lebensmitteln dort um solche, die im Wirtschaftsprozess der Supermärkte nicht mehr verwendet werden können oder im Idealfall um Großspenden von Produzenten. So oder so: jeder sollte seinen Teil beitragen, dass weniger verschwendet wird, hofft die 22 Jahre alte Auszubildende.

Grundsätzlich gilt auch beim Foodsharing, dass man nichts an andere gibt, was man nicht selbst essen würde, erinnert Kathleen Lowski. Über 40 Mitglieder hat die Gruppe schon, läuft verhalten an. Kathleen Lowski hofft, dass sich bald noch mehr Mitstreiter finden.

Von Christine Jacob

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