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Delitzsch Delitzschs Wirtschaftsförderin wird Stiftungschefin
Region Delitzsch Delitzschs Wirtschaftsförderin wird Stiftungschefin
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12:49 13.04.2016
Referatsleiterin Ricarda Steinbach. Quelle: Kay Würker
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Delitzsch

Barockschloss Geisa statt Barockschloss Delitzsch: Ricarda Steinbach verlässt die Loberstadt in Richtung der hessisch-thüringischen Grenze. Wie gestern bekannt wurde, arbeitet die 44-jährige Referatsleiterin ab Juli als Direktorin der Point-Alpha-Stiftung. Die Stadt Delitzsch sucht deshalb einen neuen Wirtschafts- und Tourismusförderer.

Ricarda Steinbach war im September 2010 nach Delitzsch gekommen, hatte das damals neu strukturierte Referat von Vorgänger Joachim Ackermann übernommen. Zu ihren Aufgaben – noch bis Ende Juni – zählen die Pflege von Wirtschaftskontakten, die Vermarktung des Gewerbestandortes Delitzsch sowie die Tourismusentwicklung und das Stadtmarketing. „Ich verlasse die Stadt durchaus auch mit einem weinenden Auge. Die Zeit hier war wichtig für mich“, betont die Diplom-Politologin. Doch das, was nun kommt, sei ein bedeutender Karrieresprung – „als Direktorin einer Einrichtung von bundesweitem Rang“.

Stiftung erinnert an den Kalten Krieg

Die Stiftung Point Alpha, von den Ländern Thüringen und Hessen sowie den örtlichen Landkreisen und Gemeinden getragen, hat vor allem den Zweck, den ehemaligen amerikanischen Militärstützpunkt Point Alpha und die dazugehörigen Objekte zu bewahren – als Erinnerungsort an die deutsche Teilung. Jahrzehntelang standen sich dort die Vorposten von Nato und Warschauer Pakt gegenüber. Außerdem soll im Rahmen der politischen und schulischen Bildung über den Kalten Krieg und die SED-Diktatur informiert werden. Dazu dient die Point-Alpha-Akademie, die ebenfalls der Stiftung angegliedert ist. Die Institution hat ihren Sitz im Schloss Geisa.

Weil deren bisheriger Direktor Volker Bausch in den Ruhestand wechselt, suchte eine Findungskommission nach einem Nachfolger, interessierte sich unter anderem für Ricarda Steinbach. Der Stiftungsrat entschied sich schließlich per Wahl für die gebürtige Berlinerin. Schließlich beschäftigte sich Steinbach bereits in ihrem Studium schwerpunktmäßig mit internationalen Beziehungen, war vor ihrer Zeit in Delitzsch am Haus-Rissen-Institut für internationale Politik und Wirtschaft in Hamburg tätig.

Im Delitzscher Rathaus wird mit dem Wechsel zum 1. Juli eine gut dotierte Stelle frei. Die Verwaltung beauftragt für die Neubesetzung allerdings keine Kommission, sondern schreibt den Posten aus. Bis 13. Mai können sich Interessenten bewerben.

Von Kay Würker

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