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Delitzsch Der Große Goitzschesee besticht mit einer vielfältigen Infrastruktur
Region Delitzsch Der Große Goitzschesee besticht mit einer vielfältigen Infrastruktur
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07:00 06.09.2016
Zur Marina an der Bitterfelder Wasserfront gehört auch dieser Hafenbereich mit Liegeplätzen für Segelboote. Quelle: Thomas Steingen
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Goitzsche

In der Bergbaufolgelandschaft sind nördlich und südlich von Delitzsch mehrere Seen entstanden, die sich in ihrer Nutzung stark unterscheiden. Den Abschluss unserer kleinen Serie bildet der Große Goitzschesee. Er liegt zwar auf dem Territorium von Sachsen-Anhalt gehört aber zur Bergbaufolgelandschaft rund um Delitzsch.

Größter See im Kohlerevier

Mit einer Fläche von 1353 Hektar und 27 Kilometern Uferlänge ist der Große Goitzschesee das größte Gewässer, das aus der ehemaligen Braunkohlenregion Delitzsch/Bitterfeld hervorgegangen ist. Die nördlichste Bucht bei Mühlbeck wird Bernsteinsee genannt. Nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 entstand in dem ausgedehnten Tagebaubereich Goitzsche eine Freizeit-, Sport- und Erholungsinfrastruktur, die sowohl mit ihrer Vielfalt als auch durch architektonische Qualität besticht. Zwischen dem Bitterfelder Fritz-Heinrich-Stadion und dem Pegelturm entstand eine weitläufige Uferzone mit Gastronomie, Festplatz, Badestränden, Campingplatz, einem Hafenbecken, zwei Marinas und Parkmöglichkeiten. Am Mühlbecker Ufer ist eine Ferienhaussiedlung entstanden und weitere Bauvorhaben laufen. An einigen Stellen ist das Angeln mit Fischereischein erlaubt. Die wassersportlichen Angebote reichen von Paddeln und Segeln bis zu Powerboot-WM-Läufen an der Halbinsel Pouch. Diese Rennen sind seit Jahren mit dem Goitzsche-Fest, dem größten Volksfest in der Region, verbunden. Auf der Halbinsel Pouch ist zudem der Agorapark zu finden. Dieses weltgrößte Kunstprojekt ist wie der Pegelturm im Zuge der Weltausstellung Expo 2000 entstanden. Viele Projekte der Goitzsche erzählen dort mit den Mitteln der Landschaftskunst von Erinnerungen und Visionen.

Bitterfelder Wasserfront

Gestalterisch ins Auge stechen auch die Bitterfelder Wasserfront mit der restaurierten Villa am Bernsteinsee, die heute ein exklusives Hotel mit individuell eingerichteten Appartements ist. In Nachbarschaft der Villa erinnert ein kleines Freiluftmuseum an den Tagebau Goitzsche. Unter anderem ist dort eine ehemalige Tagebauelektrolokomotive der Baureihe EL 2 zu besichtigen. Des Weiteren gibt es auf mehreren Tafeln viele Informationen zum Tagebau Goitzsche und der dort eingesetzten Bergbautechnik. Unweit des See befindet sich das Bildungs- und Informationszentrum „Wasserwelt“. Dort wird an Hand von Anlagentechnik – ergänzt durch Modelle, Nachbildungen und funktionierende Kleinanlagen – der Weg des Trinkwassers von der Gewinnung bis zur Abwasseraufbereitung gezeigt.

Heimat des Seeadlers

Naturbelassen ist der südliche Teil des Sees. Dort hat der BUND rings um die Bärenhofinsel, auf der sich der Seeadler angesiedelt hat, weite Teile des Sees erworben. Diese sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Auf gut ausgebauten Radwegen kann der See umrundet werden, wobei es Verbindungen zum Seelhausener und Neuhauser See auf nordsächsischem Gebiet gibt. Im Gespräch ist auch die Vision Goitzsche- und Seelhausener See mit einer Schleuse zu verbinden.

Von Thomas Steingen

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