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Delitzsch Der Zwei-Millionen-Koloss wächst
Region Delitzsch Der Zwei-Millionen-Koloss wächst
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19:17 19.09.2010
Die gewaltigen stählernen Dachträger werden vor der Montage am Boden vorbereitet und verschweißt. Bei Norbert Pötsch (links) und Frank Silz von der Firma Stahlbau Behrens aus Vahldorf bei Magdeburg muss jeder Handgriff sitzen. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch

Das stählende Dachtragwerk ist bereits montiert – nun wird abgedichtet, damit im Oktober der Innenausbau beginnen kann.

Donnerstagmorgen, Bauberatung vor Ort. Architekt Frank Schubert steht in der Runde der versammelten Handwerker, bespricht die Lage. Der starke Regen in den vergangenen Tagen hat zu schaffen gemacht, aber der Bau kommt trotzdem gut voran. Der Einzugstermin am Jahresende, der ursprünglich anvisiert wurde, ist zwar nicht zu halten – schon wegen des langen Winters, der von Anfang an Verzug brachte. Aber im März, nach den Winterferien, soll alles fertig sein.

Inzwischen ist gut zu erkennen,was vor Ort entsteht. Die Sporthalle hat im Rohbau ihre maximalen Ausmaße erreicht, im Nebentrakt läuft bereits

der Innenausbau. „Das Hallendach wird nun mit Trapezblechen abgedichtet“, schildert Frank Schubert. „Das Gebäude erhält ein umlaufendes

Oberlichtband und eine Farbgebung, die sich an den Häusern in der Nachbarschaft orientiert: ein Ziegelrot in zwei Abtönungen.“

Drinnen ist moderner Standard geplant: eine Prallwand aus Holz, die bei Stürzen ebenso abfedert wie der Kunststoffbodenbelag. Die Zwei-Feld-Halle lässt sich außerdem teilen, dank einer an der Decke aufrollbaren flexiblen Trennwand.

Nebenan, im flachen Anbau, sind Duschen, Toiletten und Umkleidebereiche eingeplant sowie Räume für Geräte und Erste Hilfe. „Dort befindet sich auch der zentrale Eingangsbereich“, erklärt Schubert. „Die Fenster haben dank Schaumstoffeinlagerung einen besonders hohen Wärmeschutz und öffnen sich bei Rauchentwicklung automatisch“, betont Peter Wachsmuth vom gleichnamigen Mockrehnaer Metalltechnik-Unternehmen. Und sein Schenkenberger Metallbau-Kollege Hartmut Hinkefuß preist den speziellen Sonnenschutz – „elektrisch verstellbare Holzlamellen“.

Die 702 Schüler am Christian-Gottfried-Ehrenberg-Gymnasium verfolgen den Baufortschritt mit Interesse. Zumal es mitunter richtig spannend wird. Wie kürzlich, als die großen Stahlträger des Daches montiert wurden. Die sind so lang, dass sie erst vor Ort verschweißt werden konnten und trotzdem per Tieflader angeliefert werden mussten. Nicht ganz ohne ist demnächst auch die Montage der Hallentrennwand aus kunststoffbeschichtetem Gewebe. „Die ist 9 mal 22 Meter groß und wird erst vor Ort zusammengenäht“, kündigt Frank Schubert an.

Für Schulleiter Frank Werner ist die neue Sporthalle eine enorme Errungenschaft. Die alte Ein-Feld-Halle vom Ende des 19. Jahrhunderts sei schon lange nicht mehr zumutbar, sagt er. Verschlissen, zu klein, fern jeglicher moderner Standards.

Vorgesehen ist im Übrigen auch eine Gestaltung des Umfeldes der neuen Sporthalle – unter anderem mit Kugelstoßanlage und Hundert-Meter-Bahn. „Für diese Planungen haben wir allerdings noch keine Fördermittel beantragt“, berichtet Artur Beuchling vom Landratsamt. Erstmal soll der Hallenbau vollbracht werden. „Der trägt nicht zuletzt zur Standortsicherheit der Schule bei.“

Kay Wuerker

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