Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Deutsche Telekom AG will Anschluss bis Ende 2010 schaffen
Region Delitzsch Deutsche Telekom AG will Anschluss bis Ende 2010 schaffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:36 24.12.2009
Anzeige
Delitzsch

Seit Jahren träumen insbesondere Bewohner der Delitzscher Ortsteile östlich der Bahnlinie davon, gleichzeitig zu surfen, zu telefonieren und Internet-Fernsehen zu genießen – doch sie werden immer wieder vertröstet.

Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte Telekom-Sprecher Georg von Wagner erneut, dass das Unternehmen bis Ende 2010 entsprechende Bauvorhaben abschließen will. „Die ersten Kunden sind bereits umgeschaltet und verfügen über DSL 16000“, hieß es. „Seit 2008 läuft der Glasfaser-Überbau in Delitzsch für etwa 2800 Kunden. Im nächsten Jahr ist dies für weitere zirka 1600 Haushalte geplant. Vorbereitende Arbeiten laufen bereits“, stellte von Wagner in einer Presseinformation fest. Ob dieser Ausbau auch tatsächlich vorgenommen werde, entscheide sich aber erst Anfang 2010.

In Döbernitz kommt es indes zu erheblichen Verzögerungen in der DSL-Versorgung. Zwar liegen dort seit geraumer Zeit, teils seit mehreren Monaten, die Kupferteilnehmeranschlussleitungen – sie sind eine Voraussetzung für DSL – in der Erde, aber am Netz hängen diese noch nicht. Von Wagner begründet dies mit Baumaßnahmen am Hauptverteiler, die noch nicht abgeschlossen seien.

Wann in Delitzsch-Ost, konkret in welchen Straßen, DSL für interessierte Kunden zur Verfügung stehen wird, darauf gab es vom Telekom-Pressesprecher auch nach mehrmaligem Nachfragen keine Auskunft. Auch nicht darüber, warum die im Ortsteil Beerendorf bereits im Mai verlegten Kabel in der Kastanienallee, An der Weide und in der Scheunenstraße noch nicht angeschlossen sind und wann im restlichen Dorf die neuen Leitungen verlegt werden. DSL sollte in Beerendorf nach Ankündigung der Telekom im August anliegen.

Ebenso unkonkret blieben die Aussagen von Vertretern der Telekom  beim gestrigen Treffen mit den Bürgermeistern des Altkreises Delitzsch. Manfred Wilde, Oberbürgermeister der Loberstadt (parteilos), sprach von einem völlig unbefriedigenden Ergebnis. Das Kommunikationsunternehmen habe lediglich erklärt, dass es in der Fläche nicht mehr bis ins letzte Dorf die Breitbandversorgung realisieren wolle. Auch gegenüber den Kommunalpolitikern hielten sich die Telekomvertreter mit konkreten Aussagen zurück, wann und wo in welchen Orten der schnelle Internetzugang möglich sein wird.

Dominic Welters/Thomas Steingen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Fass ist übergelaufen. Das unbefriedigende Krisengespräch mehrerer Ortschefs aus dem Altkreis Delitzsch mit einem hochrangigen Telekom-Vertreter am 3. September (wir berichteten) hatte in Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) den Entschluss reifen lassen, dem Vorstandsvorsitzenden des Kommunikationsunternehmens, René Obermann,  einen harschen Protestbrief zu schreiben.

24.12.2009

Er gehörte gestern Mittag zu den Auserwählten, die Angela Merkel (CDU) beim Kanzlercheck von MDR Sputnik und den ARD-Jugendwellen in die Mangel nehmen durften: Marc Flach aus Rackwitz.

24.12.2009

Eine Reaktion auf den jüngsten offenen Protestbrief des Oberbürgermeisters an die Adresse von Telekom-Vorstandsboss René Obermann ist es wahrscheinlich nicht.

24.12.2009
Anzeige