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Delitzsch Deutschlandtreffen in Löbnitz
Region Delitzsch Deutschlandtreffen in Löbnitz
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20:02 08.09.2010
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Löbnitz

Der Deutsche Shiba-Inu-Club mit Mitgliedern und Gleichgesinnten aus mehreren Bundesländern veranstaltet sein Jahrestreffen in dem nordsächsischen Ort. Es ist überhaupt das erste Treffen in Sachsen. Die Gäste wollen ihre vierbeinigen Begleiter mitbringen und mehrere Stunden miteinander fachsimpeln, Gedanken austauschen oder einfach in der idyllischen Landschaft spazierengehen.

Und warum gerade Löbnitz? Weil der Hauptzuchtwart des Clubs, Reinhard Urban, in Spröda wohnt. Er hat die außergewöhnliche Veranstaltung offenkundig in die Region geholt. In Löbnitz fand er mit der Gaststätte Zum goldenen Stern ein Lokal mit großem Versammlungsraum. Das Treffen beginnt dort um 12.30 Uhr.

Zu Beginn soll es einige Ausführungen zu den in Deutschland seltenen Shiba Inus geben. Dann wartet eine zweistündige Wanderung durch die Muldeauenlandschaft auf Hund und Mensch. Am späteren Nachmittag werden Zuchttauglichkeitsprüfungen durchgeführt, ehe es zum gemütlichen Ausklang des Tages mit Fachsimpelei kommt.

Der Shiba Inu ist eine japanische Hunderasse und kommt in Deutschland nicht oft vor. Anders als in Japan, wo der Shiba mit seinem markanten Gesichtsausdruck und seiner geschwungenen Ringelrute neben dem Akita zu den beliebtesten Haushunden zählt. „Er ist sehr intelligent und wurde früher zur Jagd auf Kleinwild und Vögel angesetzt“, weiß Reinhard Urban, der selbst mit seiner Frau Rosemarie vier Shibas besitzt. Knochenfunde aus neuerer Zeit belegen, dass die asiatische Rasse über 6000 Jahre alt sein soll und damit zu den ältesten der Welt gehört.

Die Wildhundart lebte einst in den Bergen Japans. Trotzdem war sie auch stets ein Begleiter der Menschen, die sich für ihr Dorf hin und wieder Welpen aus den Wäldern holten. Das ist seit hundert Jahren verboten – der Shiba wurde 1937 in Japan zum Naturdenkmal erklärt. Nachdem der reine Shiba Inu zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Aussterben bedroht war, fing man 1928 an, die Reinzucht gezielt zu fördern, jedoch darauf bedacht, die Rasse nicht zu überzüchten. Die wohlproportionierten Tiere, die sich gut als Wach- und Familienhund eignen, erfreuen sich einer robusten Gesundheit. Ihr Wesen ist lebhaft, anhänglich, aufmerksam und freundlich.

Für die Züchter gibt es einen genauen Zuchtstandart, der international gültig ist. „Ziel muss es sein, aus guten zusammenpassenden Zuchttieren eine dem Standard gerechte Nachzucht hervorzubringen“, erklärt Urban. „Von materiellen Überlegungen darf man sich da nicht leiten lassen, denn oberster Grundsatz muss die Erhaltung und Verbesserung und nicht die massenhafte Vermehrung der Rasse sein“, erklärt der Sprödaer Experte.

Die Veranstaltung am 2. Oktober ist übrigens keine geschlossene. Wer Interesse hat, kann beim Deutschlandtreffen der Shiba Inus seinen Hund mit Ahnentafel Reinhard Urban vorstellen, der eine Zuchttauglichkeitsprüfung durchführt. Gern gesehen sind auch Gäste ohne Hund. Urban: „Vielleicht vergrößert sich ja die Shiba-Inu-Fangemeinde.“

Heike Nyari

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