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Die Löbnitzer bekommen ihren Schutzwall

Die Löbnitzer bekommen ihren Schutzwall

Rumms, rumms, rumms. Die Erde bei Löbnitz bebt in diesen Tagen regelmäßig. Beim Bau der Spundwand, Teil des 1,3 Kilometer langen Flügeldeiches Löbnitz, hat diese Woche die heiße Bauphase begonnen.

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Quelle: Wolfgang Sens

Löbnitz. Die anfänglichen technischen Probleme an der Ramme gelten nun als gelöst. Voraussichtlich fünf Wochen, so war vor Ort zu erfahren, werden für die insgesamt etwa 80 Meter Schutzwall benötigt. 69 Dreifach-Spundwände, die zwischen 1,20 bis 1,80 Meter breit sind, werden hier beim Gelben Wasser nördlich von Löbnitz versenkt.

Dafür nutzt das Bad Dübener Unternehmen die Kraft einer angemieteten 70-Tonnen-Ramme. Auf dieser sitzt Johannes Schäfer. "Vom Bagger werden mir die fünf Tonnen schweren Spundwände zugegeben, dann ziehe ich sie an einer Kette nach oben", erklärt er. Doch erst wenn die Wände in der Rammschablone ausgerichtet sind, werden diese tatsächlich bis zu 15 Meter tief in der Erde versenkt. "20 oder 21 Meter würden auch noch gehen", so der Rammenführer, der ansonsten eine wesentlich kleinere Ausführung bedient. "Das Versenken einer Spundwand dauert normalerweise je nach Bodenbeschaffenheit von 15 Minuten bis zu einer halben Stunde", schätzt Johannes Schäfer ein. Bei stärkeren Lehmschichten oder anderen Hindernissen könne es aber auch mal länger dauern. Bis Ende August sollen nun nicht nur die Spundwände ins Erdreich gebracht, sondern auch das Ablaufbauwerk mit drei beidseitigen Schutztafeln, den Schiebern, gebaut werden. Außerdem werden Wasserbausteine verlegt, Palisaden und ein Laufsteg über die Spundwände zu Wartungszwecken errichtet. Und noch bevor die Dübener die letzten Arbeiten erledigt haben, beginnt parallel bereits der sich an beiden Seiten anschließende Deichbau.

Der Flügeldeich - er kostet insgesamt rund sieben Millionen Euro - soll die Löbnitzer ab 2016 vor einem Hochwasser schützen, wie es statistisch betrachtet alle hundert Jahre vorkommt. Er ist wiederum Bestandteil des 45-Millionen-Euro-Projektes Polder Löbnitz. Nach dessen kompletter Fertigstellung 2018 können Flächen zwischen Bad Düben und Löbnitz im Hochwasserfall gezielt geflutet werden, was den Wasserspiegel um rund 70 Zentimeter senkt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.07.2015
Ilka Fischer

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