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Delitzsch Disteln plagen Delitzscher Sandmark-Anwohner
Region Delitzsch Disteln plagen Delitzscher Sandmark-Anwohner
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10:19 04.08.2017
Mit ihren Pollen und Staub gehen die Disteln vor allem Allergikern richtig auf die Nerven. Quelle: privat
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Delitzsch

Der Staub haftet sich überall fest, macht Dreck und die Pollen reizen Allergiker noch mehr als jene, die sich grad noch über frisch geputzte Fenster gefreut hatten. Ein Feld zwischen den Wohngebieten Werbener Teiche und Sandmark im Nord-Osten der Stadt nervt gerade einige der Hausbesitzer dort. Vor allem eine Familie, die Frau ist massiv von Allergien betroffen, hat sich wegen der fliegenden Distelsamen an die Stadt gewandt. Man könne kaum mehr auf der Terrasse sitzen oder die Fenster im Sommer offen lassen, klagt die Betroffene – die gesundheitlichen Beschwerden reichen vom Augenbrennen bis zum Schnupfen. Weiteres Manko ist, dass die angrenzenden Flächen gleich noch mit verunkrauten.

Bio-Bauer nervt mit seinem Anbau

Die Lage ist nicht ganz einfach: Vier verschiedene Eigentümer hat das Feld, das sich in mehrere Flurstücke gliedert. Mehrere sogenannte „Pflugtausche“ zwischen Landwirten haben nach Auskunft der zuständigen Behörden in der Vergangenheit auf dem Gesamtfeld stattgefunden. Der schmalste Streifen gehört der Stadt Delitzsch. Dieser Teil ist seit mehreren Jahren an einen Landwirtschaftsbetrieb verpachtet, der wiederum die Fläche weitergegeben hat. Der Bio-Bauer hat fast das gesamte Feld mit Ackerbohnen bestellt, wofür es Fördermittel gibt. Nach einer Flurbeschau des zuständigen Landwirtschaftsamtes ist klar, dass es keine Verpflichtung zur Beseitigung der sich ausbreitenden Disteln oder eine Möglichkeit zur Kürzung der Fördermitteln wegen unzureichender Pflege gibt. Die Ackerbohnen immerhin sind noch erntefähig. Als das Feld für Getreide-, Raps- und Schoten-Anbau genutzt wurde, habe es diese Probleme nicht gegeben, berichten die Anwohner.

Chefsache in Delitzsch

Inzwischen ist die Sache in der Stadtverwaltung Delitzsch zur Chefsache geworden: Der Oberbürgermeister hat den Pächter der Stadtfläche kontaktiert. Und der wiederum hat versichert, mit dem Bio-Bauern nochmals Kontakt aufzunehmen. Ergebnis: Im nächsten Jahr soll sich diese problematische Feldbestellung nicht wiederholen und die Futterbohnen sollen voraussichtlich diese Woche schon geerntet sein oder werden.

Von Christine Jacob

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