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Delitzsch Donnerstag wird Grundstein für Leitstelle gelegt
Region Delitzsch Donnerstag wird Grundstein für Leitstelle gelegt
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11:05 20.05.2015

Es ist die letzte der fünf sächsischen Leitstellen, die damit auf den Weg gebracht wird. Die anderen vier sind bereits im Bau. Den nordsächsischen Spaten rammt Landrat Michael Czupalla (CDU) in die Erde. Die neue Rettungsleitstelle soll perspektivisch den gesamten Leipziger Raum und den Landkreis Nordsachsen abdecken. Die Leitstelle in Delitzsch wird damit überflüssig.

Die Spatenstecher vom Amt brauchen stabiles Werkzeug für diesen überfälligen Akt. Die Leitstelle sollte längst in Betrieb sein. Insofern dürfte der gefrorene Boden ein eher unwesentliches Problem darstellen. Das Projekt stieß vor allem in Nordsachsen mit seiner funktionierenden Rettungsstruktur auf Ablehnung, wurde jedoch von der Landesregierung gesetzlich festgeschrieben. Seit dem verläuft die Realisierung schleppend. Erste Eröffnungstermine hatte es schon für 2012 gegeben. Der Zeitplan sieht nun vor, dass bis 31. Dezember 2014 die Leitstelle Leipzig umzieht. Wenn alles pünktlich und planmäßig läuft, folgt Delitzsch im Jahr 2015. "Wir müssen abwarten, wie die Baumaßnahmen laufen und die technische Seite mit Leben erfüllt wird. Jetzt sind wir erst einmal zufrieden, dass es endlich losgeht und voller Hoffnung, dass sich der Termin nicht weiter verzögert", sagte Nordsachsens Dezernentin Angelika Stoye gestern auf Anfrage.

Die 16 Leitstellen-Disponenten vom Delitzscher Schäfergraben müssen dann nach Leipzig-Großzschocher umziehen. Diese Kollegen kommen nicht ausschließlich aus Delitzsch, sie leben im gesamten Landkreis, auch in Torgau und Oschatz. "Das hat den Vorteil, dass sie die örtlichen Gegebenheiten kennen, lokale Kompetenz und Erfahrungen mit nach Leipzig nehmen", so Stoye. Der gesamte Bereich Rettungsdienst bleibt mit seinen acht Mitarbeitern in Delitzsch. Das Gebäude am Schäfergraben gehört der Stadt Delitzsch. Der Landkreis ist Mieter und bleibt es, bis genaue Termine feststehen.

Nordsachsen ist neben den Krankenkassen auch finanziell an der Unterhaltung der Leitstelle verpflichtet. Der Gesamtinvestitionsaufwand beträgt zirka 10,7 Millionen Euro. Die Hälfte davon tragen die Krankenkassen. Die anderen 50 Prozent werden vom Freistaat zu 75 Prozent gefördert. Die restlichen 25 Prozent davon und alle nicht förderfähigen Kosten sind von der Stadt Leipzig und den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen auf Basis der Anzahl der Einwohner zu tragen. Die genaue Summe werde noch errechnet. In den Jahren 2011 und 2012 betrug der Anteil des Landkreises Nordsachsen an dem Projekt 25000 Euro. Die größeren Anteile entstehen ab dem Baubeginn in diesem Jahr.

Hintergrund: Die Integrierte Regionalleitstelle ist notwendig, weil der Freistaat Sachsen mit der Einführung des Digitalfunkes die Strategie verfolgt und umsetzt, dass für den gesamten Freistaat Sachsen noch maximal fünf Leitstellen an den Standorten Dresden, Chemnitz, Leipzig, Hoyerswerda und Zwickau verbleiben sollen. Der Landkreis Nordsachsen folgt der Gesetzeslage und trat der Zweckvereinbarung Integrierte Regionalleitstelle mit dem Landkreis und der Stadt Leipzig bei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.03.2013

Frank Pfütze

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