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Delitzsch Doppelter Umzug: Rackwitzer Grundschulen herrscht in den Ferien reger Betrieb
Region Delitzsch Doppelter Umzug: Rackwitzer Grundschulen herrscht in den Ferien reger Betrieb
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00:16 11.07.2017
Auch das Klavier muss mit: Vladimir Meier (Mitte) und sein Umzugsteam packten in Zschortau kräftig an. Quelle: Manuel Niemann
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Rackwitz

Es sind Schulferien und trotzdem kommen die Rackwitzer Grundschulen nicht zur Ruhe. Der Grund ist ein erfreulicher, auch wenn er in den Sommerferien für die Verwaltung und das Schulpersonal einigen organisatorischen Aufwand mit sich bringt: Die Kommune hat in die beiden Grundschulstandorte in Zschortau und Rackwitz investiert oder steht kurz davor, dies zu tun. Das bedeutet in Rackwitz, dass die Grundschüler und der Hort sich im Nordflügel die Räume bis auf Weiteres teilen müssen. Der Baulärm, der die bald anstehenden Sanierungsarbeiten des anliegenden Gebäudeteils begleiten wird, machte diesen Umzug notwendig, informierte Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos).

Grundschule Zschortau zieht zurück in Pfarrgasse

Einen solchen Umzug haben die Zschortauer Grundschüler bereits hinter sich: Für sie geht es nun aus dem historischen Gutshaus an der Lindenstraße zurück in die Pfarrgasse. In dieser Woche standen die Umzugswagen vor der Tür, um kistenweise Lehrmaterial und Einrichtungsgegenstände zum neuen, alten Schulstandort zu befördern. „Wir werden am 7. August mit allen Kindern einziehen und das rote Band mit allen durchschneiden“, so Schulleiterin Katrin Kirchner. Alle Kinder meint auch hier den Hort, der dann mit in das sanierte Haus einzieht. Der umgebaute Schulkomplex wurde so geplant, das nicht nur die Grundschule ihn nutzen kann. Dazu wurde das historische Haupthaus mit einem Zwischenbau versehen, der es jetzt mit dem Nebengebäude verbindet.

Letzter Tag im Gutshaus: Die Sekretärin der Grundschule Zschortau Susanne Hecker (links) räumt mit Christel Tittmann ihr Büro. Quelle: Manuel Niemann

Außenanlagen zum Schulstart noch nicht komplett

Aus steht jetzt noch der Abschluss der Außenanlagen. Er verzögerte sich, da die Angebote, die auf die öffentliche Ausschreibung eingegangen waren, deutlich zu hoch lagen. Die Gemeinde hatte die noch zu erbringenden Leistungen daher aufgeteilt und beschränkt ausgeschrieben. Die Angebote, die nun einstimmig den Zuschlag des Gemeinderates erhielten, liegen mit rund 225 300 Euro und 14 900 Euro zwar immer noch über der Kostenveranschlagung, aber nur leicht. Der größere Betrag geht zulasten des Landschaftsbaus an die Sandersdorfer Vermietungs- & Bauservice GmbH. Die Hauptzuwegung soll von ihr bis zum ersten Schultag am 7. August fertiggestellt sein. Der Rest – unter anderem einige Spielgeräte und die Gestaltung der Landflächen – soll dann bis Ende Oktober folgen. „Wir haben das mit dem Hort und der Schule so abgesprochen“, so Bürgermeister Schwalbe. Die Verzögerung sei der Marktlage geschuldet, aber die gewählte Lösung ihm lieber, als sich finanziell zu übernehmen. Das andere Teillos ist für den Stahlbau bestimmt. Es ging an das Schenkenberger Metallbauunternehmen Hinkefuß. So ist am Hauptzugang eine Rampe geplant und eine Treppe soll künftig hinter das Gebäude führen.

Brandschutz der Grundschule Rackwitz wird überholt

Nachdem in Zschortau das Ende der Sanierungsarbeiten absehbar ist, starten die in der Grundschule Rackwitz erst: Dabei steht der Brandschutz im Vordergrund, aber auch die Elektrik des Hauses soll überholt werden. Um dies schnell voranzutreiben, ermächtigte der Gemeinderat jüngst den Bürgermeister, Bauleistungen für das erste Los zu beauftragen. Dieses umfasst Erd-, Mauer-, Beton und Abdichtungsarbeiten, die nötig sind, um etwa neue Brandschutztüren einbauen zu können. Da auf die öffentliche Ausschreibung kein Angebot einging, hat die Kommune nun auch hier beschränkt ausgeschrieben. Ohne dass eine Sondersitzung in der Sommerpause nötig wird, kann der Bürgermeister die Sanierung damit vorantreiben.

Stahlbauarbeiten und Fenster und Türen bereits beauftragt

Dies ist auch notwendig, da die weiteren Lose, die Stahlbauarbeiten oder Fenster und Türen umfassen, nach der öffentlichen Ausschreibung bereits vergeben werden konnten. Der Gemeinderat übertrug sie jeweils einstimmig an O. Müller Sohn Bauschlosserei in Netzschkau und die Ebert Bauelemente GmbH Zschorlau. Mit rund 55 000 Euro lag die Bauschlosserei bei den Stahlbauarbeiten leicht über der Kostenberechnung, während Firma Ebert bei den Brandschutz- und Fluchtüren „fast eine Punktlandung hinlegte“, so Schwalbe. Rund 62 000 Euro fließen in diese.

Von Manuel Niemann

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