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Delitzsch Doreen Kirste und Jeanette Rudolph haben ein offenes Ohr für Senioren
Region Delitzsch Doreen Kirste und Jeanette Rudolph haben ein offenes Ohr für Senioren
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14:24 07.02.2017
Doreen Kirste (links), hier im Gespräch mit Kollegin Yvonne Fiedler, berät zwei Mal in der Woche Senioren in der Halleschen Straße 44. Quelle: Manuel Niemann
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Delitzsch

Die Menschen werden immer älter. Sich und seine Angehörigen auch in dieser Phase abzusichern, ist ein Bedürfnis, das mit der gewachsenen Lebensspanne einher geht. Die Ältern sind doch sehr aktiv, gerade was die Vorsorgeschiene angehe, berichtet Doreen Kirste. „Sie denken darüber nach: Wie ist es denn, wenn ich mich nicht mehr um meine eigenen Belange kümmern kann?“ Hauptsächlich berate sie Senioren, weniger deren Kinder. „Meist kommen die Jüngeren, wenn die Eltern im Krankenhaus liegen, und es heißt: Es geht nicht mehr nach Hause.“ Wie ich einen Heimplatz finde, welche Einrichtungen es im Umkreis überhaupt gibt, was vielleicht zuhause möglich ist, darüber berät Kirste zusammen mit einer Kollegin abwechselnd in ihrem Büro in der Halleschen Straße 44. Auch zum altersgerechten Wohnen oder Hilfsdiensten kann man sie befragen. Sie vermitteln auch Dienste. Dafür hat sie im Büro ein Sammelsurium an Flyern und Broschüren. Das Büro wird von der diakonischen Stiftung St. Georg-Hospital getragen. Sie betreibt das anliegende Altenpflegeheim und bietet auch Seniorenwohnungen an.

Beratung und Hilfe beim Ausfüllen

Kirste ist Bilanzbuchhalterin in der Pflege und widmet sich an zwei Tagen in der Seniorenberatung vor allem Finanzierungs- und organisatorischen Fragen: „Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen, Patientenverfügungen, bei denen wir den Leuten auch die richtigen Formulare an die Hand geben“, sagt sie. Zunehmend sei auch die finanzielle Absicherung ein Thema, etwa, wenn die Rente nicht zureiche. Daher berät Kirste auch zu Sozialhilfe und füllt Formulare mit aus. Viele scheiterten schon daran, dass sie die Schrift schlecht lesen können oder das Amtsdeutsch unverständlich sei. Manche möchten ihre Papiere gern auf dem Computer schreiben lassen, weil die eigene Handschrift nicht mehr leserlich sei.

Keine rechtliche oder medizinische Beratung

Weniger Anfragen habe sie direkt zur Pflege. Dafür ist Kollegin Jeanette Rudolph Ansprechpartnerin. Sie ist examinierte Krankenschwester und hat sich zur Case Managerin ausbilden lassen. Eine rechtliche und eine medizinische Beratung dürfen sie nicht anbieten. „Dann schicken wir die Leute weiter zum Notar, Rechtsanwalt oder zu ihrem Arzt.“

Die Seniorenberatung ist montags von 9 bis 12 Uhr, mittwochs von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, sollten sich Interessenten vorab unter der 034202/83345 oder 83310 anmelden.

Von Manuel Niemann

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