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Delitzsch Drei Kinder und fünf Erwachsene bei Feuer in Rackwitz verletzt
Region Delitzsch Drei Kinder und fünf Erwachsene bei Feuer in Rackwitz verletzt
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21:36 17.01.2016
In einer Wohnung im Erdgeschoss war das Feuer ausgebrochen.  Quelle: Christine Jacob
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Rackwitz

Dramatisch endete der Samstagabend für die Bewohner des Fünfgeschossers in der Rackwitzer Loberstraße 2. Gegen 23 Uhr war ein Feuer in der Erdgeschosswohnungen im Aufgang 2 b ausgebrochen. Nach unbestätigten Meldungen sollen Wunderkerzen einen Weihnachtsbaum auf dem Balkon entzündet haben. Die Mieterin und ihre beiden Enkelkinder konnten die Wohnung verlassen, mussten jedoch mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Insgesamt 38 Bewohner mussten das Haus verlassen, acht wurden in eine Klinik gebracht, darunter drei Kinder.

Als die Feuerwehr Rackwitz ankam, stand die Wohnung in Flammen. Parallel zur Menschenrettung drangen Atemschutztrupps in das Gebäude ein, um den Brand zu bekämpfen. Die Rackwitzer Kameraden erhielten Unterstützung. Ein Großaufgebot von schätzungsweise bis zu 70 Feuerwehrleuten aus Rackwitz und die Ortswehren Zschortau und Biesen, der Feuerwehren Selben, Krostitz, Radefeld und Delitzsch kam zum Einsatz, um das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen und die zahlreichen Mieter aus dem Haus zu retten. Das gelang. Die betroffene Wohnung ist vorerst nicht mehr nutzbar. Die Wände sind schwarz, die meisten Möbel und Zimmer kompletter Raub der Flammen oder durch das Löschwasser beschädigt. Die anderen Wohnungen der Loberstraße 2 a und b sind vorerst gesperrt. 

In Rackwitz kam es am Samstag gegen 23 Uhr zu einem schweren Wohnungsbrand. Mehr als 20 Menschen mussten evakuiert werden, darunter auch einige Kinder.

Unter denen, die den Block verlassen mussten, waren auch mehrere Kinder. Die Kameraden statteten sie wie auch andere Betroffene mit Rettungsmasken aus, um sie vor den Rauchgasen zu schützen. Einer der Delitzscher Kameraden trug nach Augenzeugenberichten einen Säugling aus dem Gebäude. Besonders den älteren Kindern stand der Schock ins Gesicht geschrieben, manche weinten - Feuerwehrkameraden und Feuerwehrfrauen spendeten in den ersten Minuten Trost und übergaben die Kleinen an Angehörige.  

Auch der Rackwitzer Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos) war vor Ort. Erst gegen 14 Uhr wurde der Einsatz gestern beendet. Der Brandursachenermittler war vor Ort, Bewohner durften unter Aufsicht der Feuerwehr Sachen aus ihren Wohnungen holen. Trotz des Unglücks äußerte sich Steffen Schwalbe gestern etwas erleichtert. „Das hätte alles weitaus schlimmer ausgehen können. Ich bin sehr froh, das wir keine Opfer beklagen müssen. Letztlich ist das dem schnellen Einsatz der Kameraden und Rettungskräfte zu verdanken. Nähere Informationen sind momentan nicht möglich“, so der Bürgermeister.

Er wird sich am Montag mit Vertretern der Wohnungsbaugesellschaft Bad Düben (WGD) vor Ort treffen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Die WGD verwaltet die Wohnungen im Auftrag der Gemeinde, die Eigentümerin ist. Der mittlere Eingang, Loberstaße 2 b, sei mittelfristig nicht bewohnbar. Auch im benachbarten Aufgang mussten alle fünf vermieteten Wohnungen evakuiert werden, weil Risse im Mauerwerk festgestellt wurden.

Zur Brandursache konnte noch keine Aussage gemacht werden. Die Ermittlungen sind noch nicht ausgewertet. Die größtenteils zerstörten und unbewohnbaren Wohnungen wurden am Sonntag untersucht.

Von Christine Jacob/ Frank Pfütze

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