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Delitzsch Drei Minuten Ewigkeit
Region Delitzsch Drei Minuten Ewigkeit
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15:16 19.05.2015
Dieser Anblick in der Leipziger Straße nervt täglich Autofahrer, Fußgänger, Radler: geschlossene Bahnschranken in Erwartung eines Zuges. Quelle: Kay Würker

"Dauernd zu" stöhnt aber auch heute noch so mancher am Bahnübergang in der Leipziger Straße, wenn sich bei geschlossener Schranke mal wieder Fahrzeugschlangen über viele hundert Meter ziehen. Geht nicht anders, sagt die Deutsche Bahn.

Das "Schauspiel" nervt: Die Schranken gehen runter. Minutenlang passiert nichts. Dann kommt eine Regionalbahn oder eine Rangierlok getuckert. "Muss das sein?" - so der Kern der Leserfragen. Ja, das muss so sein: "Die Schranken müssen so rechtzeitig geschlossen werden, dass ein Abbremsen oder ein Halten des Zuges vermieden wird. Die Signale für den Zug dürfen erst gestellt werden, wenn der Bahnübergang gesichert ist und jegliche Gefährdung für die Straßenverkehrsteilnehmer, aber auch für den Bahnbetrieb, ausgeschlossen sind", so die Bahn auf LVZ-Anfrage.

"Die Schließzeiten des Bahnübergangs, welcher sich im Bahnhof Delitzsch Güterbahnhof befindet, sind von den Zugfahrten auf den eingleisigen Verbindungskurven zum Unteren Bahnhof und auf der zweigleisigen Strecke Halle-Eilenburg abhängig" erklärt die Bahn. Wobei im Eisenbahnerdeutsch Bahnhöfe Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche sind, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Was Otto Normal als Bahnhof kennt, ist dagegen ein Empfangsgebäude oder ein Haltepunkt. "In vielen Fällen muss der Bahnübergang aus Gründen der Sicherheit und Abwicklung des Bahnverkehrs bereits bei Abfahrt des Zuges im Nachbarbahnhof geschlossen sein", heißt es weiter. Wie lange die Schranken unten bleiben, richtet sich also auch nach Fahrtrichtung und Geschwindigkeit des Zuges. Und da kommen die Halte dazu: Die Regionalzüge Eilenburg-Halle halten noch am Haltepunkt Oberer Bahnhof, da ist die Schranke in der Leipziger Straße schon unten. Nach Bahnangaben beträgt die Schließzeit an der Leipziger Straße durchschnittlich drei Minuten. Die Schließzeit könne sich aber bei entgegenkommenden Zügen entsprechend verlängern. Täglich durchschnittlich 63 Züge passieren den Bahnübergang, davon seien zirka 70 Prozent Güterzüge - und die sind lang, die Schließzeit also auch. Dazu kommen noch drei bis zehn Rangierfahrten täglich.

Und der gute Wille ist da: "Durch örtliche Bedienungsanweisungen sind die Betriebspersonale angehalten, die Schließzeiten für den Straßenverkehr so gering wie möglich zu halten", teilt die Bahn weiter mit. Doch die Abwicklung des Eisenbahnverkehrs dürfe dabei eben nicht beeinträchtigt werden, um Zugverspätungen zu vermeiden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.11.2013
Christine Jacob

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