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Delitzsch Drei Polder von nationalem Rang
Region Delitzsch Drei Polder von nationalem Rang
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14:40 19.05.2015
Mulde-Hochwasser 2013: Der Mühlgraben in der Eilenburger Innenstadt ging am 3. Juni über das Ufer. Quelle: Alexander Bley
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So will es die sächsische Staatsregierung. Die Überflutungsflächen werden dadurch zu Vorhaben von nationaler Bedeutung aufgewertet. Flutschutzmaßnahmen im Raum Delitzsch-Eilenburg haben derzeit allerdings keine Aussicht auf diese Einordnung, heißt es aus dem Umweltministerium auf LVZ-Anfrage.

Das Nationale Hochwasserschutzprogramm soll zusammenführen, was zusammengehört. "Wir müssen die Vorsorgestrategien der Länder besser aufeinander abstimmen und gemeinsame Schutzprojekte angehen", erklärte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) als Vorsitzender jener Sonderkonferenz, zu der sich die Umwelt-Ressortchefs von Bund und Ländern im September zusammenfanden. Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (Lawa) soll nun bis Herbst dieses Jahres Vorschläge zur Harmonisierung des Hochwasserschutzes unterbreiten. Zum Beispiel werden bislang in den Bundesländern Deichhöhen unterschiedlich bemessen. Ende des Jahres soll das Programm stehen.

Herzstück ist die Auflistung all jener Projekte, die aufgrund ihrer Charakteristik überregional wirksam sind. "Die Maßnahmen sollen dem Solidaritätsprinzip entsprechen, also vor allen Dingen auch den Unterliegern nutzen und in den internationalen Flussgebietseinheiten abgestimmt sein", erklärt der Vize-Sprecher des sächsischen Umweltministeriums, Falk Hofer. "Drei Maßnahmekategorien werden betrachtet: gezielte Kappung der Hochwasserscheitel, mehr Raum für die Flüsse sowie Schwachstellen- beseitigung." Für Sachsen komme dafür im Bereich Nordsachsen die Poldergruppe an der Elbe infrage: Außig südlich von Belgern, Dautzschen und Dommitzsch nördlich von Torgau. Der Freistaat bringe das entsprechend ein, der Bund werde das Programm dann federführend verabschieden. Damit einher gehen finanzielle Zuwendungen des Bundes: Die Mittel in der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" sollen aufgestockt werden.

Die Flutschutzprojekte im Bereich Delitzsch-Eilenburg bleiben hingegen weiter Ländersache. Auch die grenzüberschreitenden Maßnahmen bei Löbnitz und Bitterfeld. "Zur Region Löbnitz laufen bereits umfangreiche gutnachbarschaftliche Abstimmungen auf der Ebene der zuständigen Länderministerien sowie der LMBV", berichtet Falk Hofer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.02.2014
Kay Würker

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