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Drei Tage Show und Spektakel: Delitzsch schwitzt feierlich

Drei Tage Show und Spektakel: Delitzsch schwitzt feierlich

Zum Glück ist das Mittelalter längst vorbei. Wären am Wochenende tatsächlich die Schweden über Delitzsch hergefallen, wie in den vergangenen Tagen so oft nachgespielt, hätte sich die hitzelahme Altstadt kaum verteidigen können.

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Jan Leyk am Freitagabend auf den Schlosswiesen: Er gönnt der schwitzenden Masse eine Sektdusche. Fotos: Alexander Prautzsch

Quelle: Alexander Prautzsch

Delitzsch. Zum Glück ist das Mittelalter längst vorbei. Wären am Wochenende tatsächlich die Schweden über Delitzsch hergefallen, wie in den vergangenen Tagen so oft nachgespielt, hätte sich die hitzelahme Altstadt kaum verteidigen können. Zumindest tagsüber. Abends hingegen machten Zehntausende Gäste umso mehr mobil, angeheizt vom bunten Buden- und Bühnenprogramm. Drei Tage Peter & Paul, drei Tage Sonne & Schweiß. Dieses Stadtfest bleibt in heißer Erinnerung.

Heiß gelaufen: Der historische Festumzug war eine Herausforderung. Für die rund 1000 Teilnehmer, aber auch für die nach Polizeischätzung etwa 2000 Zuschauer am Straßenrand. Laut Stadtverwaltung wurden alle Teilnehmer vorab gewarnt, sollten selbst entscheiden, ob sie mitmachen. Unter anderem Kindergruppen und ein Hundesportverein sagten ab. Eindrucksvoll war der Umzug trotzdem. Er lief diesmal zügiger, um anstrengende Staus zu vermeiden.
Erfrischt: Deutsches Rotes Kreuz und Feuerwehr waren mit Dutzenden ehrenamtlichen Helfern vor Ort, spendeten Wasser in Sprüh- und Trinkform, versorgten Mensch und Tier. Nicht nur beim Umzug, auch auf den Festplätzen. Das DRK verteilte an Passanten einen Magnesium-Zink-Kalzium-Drink, kümmerte sich um Dehydrierte. Am Samstagabend traf es auch einen Prominenten: Willi Kitz, für den Schloßkeller gebucht, konnte wegen Kreislaufproblemen nicht auftreten.
Heiße Enthüllung: Delitzschs Türmer von 1637 hat bislang geheim gehaltenen Nachwuchs. Statt der Tochter eröffnete der Türmerssohn am Freitagabend das Stadtfest. Weil Türmerstochter Charlotte Wernicke geplant verhindert war, sprang Arved Thies von den Landsknechten ein. Die Türmerstochter wurde später bei Gefechten wieder gesehen, allerdings auf der Seite der Schweden. Eine Entführung?

Rekordverdächtig - das Delitzscher Stadtfest Peter und Paul bei knapp 40°C.

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Hitzeschlacht: Schwedische und kaiserliche Truppen lieferten sich im Stadtpark Scharmützel, angelehnt an den Dreißigjährigen Krieg. Zuschauer bemängelten, dass die Lautsprecher nicht für Erklärungen der Szenerie genutzt wurden. Nach dem Gefecht war aber wieder Feiern angesagt. Die Delitzscher Landsknechte hatten mehr als 300 Gäste im Feldlager - unter anderem aus Tschechien, Holland, Großbritannien.
Coole Nummer: Die ursprünglich geplante Stadtmauer-Erstürmung musste ausfallen. Zwei Schwäne hatten vollbracht, was den Schweden misslungen ist: die Delitzscher Kapitulation.
Heiße Adresse: Das Schwanenhaus im Wallgraben an der Schillerbrücke ist seit dem Wochenende offiziell wieder anflugbereit. Die Reservistenkameradschaft Delitzsch hat es instandgesetzt, unterstützt mit Spendengeldern.
Verglüht: Beim Stadtfest abhanden gekommen ist in diesem Jahr das Riesenrad. Aus organisatorischen Gründen, wie es hieß. Auch die traditionelle Badstube auf dem Mittelaltermarkt fehlte. Nix mit Notwässerung. Der Zuber stand auf einem Fest in Trebsen.
Ausgedürrt: Schlagerstar Linda Hesse gestaltete gestern das Abschlusskonzert auf den Schlosswiesen. Doch nur wenige kamen in der Nachmittags-Glut.
Warme Worte: Die Festveranstalter - privat wie städtisch - äußerten sich gestern zufrieden. Auch der Verkauf der Peter&Paul-Pakete sei gut verlaufen.
Hitzige Manöver: Zig Autofahrer kurvten durch gesperrte Altstadtgassen, parkten Rettungswege zu. Festveranstalter und Polizei ließen abschleppen. Über zu hohe Lautstärke beschwerten sich Schlosswiesen-Nachbarn. Ansonsten lobt Polizei-Revierleiter Klaus-Dieter Kabelitz das Stadtfest als sehr friedlich. Er moniert aber die Vielzahl an Eltern mit Kleinkindern nach Mitternacht.

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