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Delitzsch Dürre beschäftigt Nordsachsens Bauern noch
Region Delitzsch Dürre beschäftigt Nordsachsens Bauern noch
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08:48 04.12.2018
Karsten Ittner zeigt die Auswirkungen der Dürre auf die Geschäftsfelder des Agrargenossenschaftt (Archivbild) Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Kaffee, Kuchen, Sorgenfalten. Die Mitgliederversammlung des Regionalbauernverbands in Delitzsch war geprägt von einem Thema: Dürre. „Es ist das beherrschende und das am meisten beschäftigende Thema“, so Bauernverbandschef Tilo Bischoff, „die Bewältigung der Folgen wird noch eine Weile dauern.“

Niederschlag fehlt

Im Schnitt fehlten in diesem Jahr etwa 50 Prozent der sonst üblichen Niederschläge auf den Feldern zwischen Wiedemar und Sprotta, Döbernitz und Hohenprießnitz. Und nach wie vor ist mit dem Herbst sowie mit dem Winter im Anmarsch nicht verbunden, dass die Trockenheit wirklich ein Ende nimmt – Nordsachsen bleibt in Sachsen einer der am stärksten von der Dürre betroffenen Landkreise. „Es bleibt ein ungutes Gefühl, weil auch der Herbst so trocken verläuft“, betonte Tilo Bischoff.

Ernte enttäuschend

Die Ernteergebnisse im Verbandsgebiet des Altkreises Delitzsch werden von den Bauern als enttäuschend bezeichnet. Schon Mitte Juni musste die Ernte auf Hochtouren laufen. Bei manchen Produkten sei teilweise das Saatgut nicht reingeholt worden, Anbaupläne mussten umgeschmissen werden, die Folgen seien heute noch nicht in Gänze abzusehen. Vor allem die Futterpflanzen haben arg gelitten, die Betriebe mit Pflanzen- und Tierproduktion trifft es dadurch also eigentlich doppelt.

Dürrehilfe keine große Hilfe

Zwar gibt es die Dürrehilfen der Politik und die sächsische Landespolitik habe das Problem Trockenheit frühzeitig erkannt, doch der Regionalbauernverband bezeichnet die Antragsverfahren als zu bürokratisch. Zumal bedacht werden muss, dass Landwirte heutzutage in der Fülle von Bürokratie schon fast mehr Zeit am Computer und zwischen Aktenbergen als auf dem Traktor und zwischen Feldern zubringen. Für die Anträge auf Dürrehilfen müsse man sich, so die Kritik der Mitgliederversammlung, „nackig machen“. Schon der Nachweis der Dürreschäden sei schwierig, Spätfolgen noch nicht abzusehen. Dazu müsse auch noch das Privatvermögen offengelegt werden, was auch für Gesellschafter betrifft.

Von Christine Jacob

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