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Delitzsch E-Mobil in Delitzsch unterwegs
Region Delitzsch E-Mobil in Delitzsch unterwegs
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19:41 28.09.2011
OBM am Steuer: Manfred Wilde und Jörn Otto brechen zur Probefahrt auf. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch

„Es ist toll, das wir als Energie-Sparstadt Hand in Hand mit den Technischen Werken ein solch zukunftsweisendes und nachhaltiges alltagstaugliches Mobil nutzen können“, sagte  Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) bei der offiziellen Inbetriebnahme des Fahrzeuges. Und er ließ es sich Mittwochvormittag auch nicht nehmen, als Erster aus dem Rathaus mit dem serienmäßig gefertigten E-Mobil Mitsubishi i-MiEV eine Testrunde durch die Altstadt zu drehen. Sein erster Eindruck: „Ein ganz neues Fahrgefühl.“ Später soll sich vor allem der neue Energieeffizienzmanager mit dem Fahrzeug, das sowohl für die TWD als auch für das Rathaus im Einsatz sein wird, in der Stadt zeigen.

Dass Delitzsch um Energieeffizienz ringt, ist hinlänglich bekannt. Als energieautarke Stadt brachte man sich mehrfach in die Schlagzeilen. Nicht zuletzt kündet die Auszeichnung mit dem European Energy Award von diesem Engagement. Mit der Anschaffung des Elektroautos unterstützen die TWD und die Stadt  das Projekt SaxMobility in der Region. „Als Energielieferant und Dienstleister möchten wir an der mobilen Zukunft mitarbeiten. Die Elektromobilität wollen wir nicht nur einführen, sondern sie auch testen, Erfahrungen sammeln und etwas für die Umwelt tun“, erklärte TWD-Geschäftsführer Jörn Otto.

Das Projekt SaxMobility soll die Breitenwirksamkeit und die Akzeptanz der Elektromobilität fördern, die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur für die Bereitstellung von Energie auf den Weg bringen und die Alltagstauglichkeit dieser Fahrzeuge untersuchen. Dazu werden Elektroautos beschafft und Ladesäulen (E-Tankstellen) errichtet.

In Delitzsch sind drei Stromtankstellen vorgesehen – eine auf dem Kleinen Markt, eine am Technischen Rathaus in der Schloßstraße und eine auf dem TWD-Gelände in der Sachsenstraße. Voraussichtlich Ende Oktober sollen die E-Tankstellen in Betrieb genommen werden. „Nach Anmeldung bei uns ist das Betanken für die E-Auto-Besitzer zunächst für eine gewisse Zeit kostenfrei“, sagte Otto. „Bei einem 30-minütigen Stopp an einer solchen Zapfsäule erreicht die Batterie des i-MiEV etwa 80 Prozent ihrer Ladekapazität“, so Marko Bergelt, Ansprechpartner der TWD in Sachen E-Mobil. Die zweite Variante der Batterieladung ist über die Steckdose zu Hause möglich. Dieser Vorgang dauere rund sechs Stunden und koste etwa vier Euro, so Bergelt weiter.

Er und seine Kollegen haben den Wagen in den vergangenen Tagen bereits getestet. Unterwegs waren sie dabei entweder allein oder zu zweit. „120 Kilometer Reichweite sind realistisch und eine Höchstgeschwindigkeit von 135 Kilometern je Stunde möglich. Der

i-MiEV ist spritzig und kann gut im Stadtverkehr mithalten“, fasste Bergelt die ersten Testfahrten zusammen. Weniger erfreulich sind die hohen Anschaffungskosten. Der Listenpreis für den Delitzscher i-MiEV liegt bei rund 34 500 Euro.

Thomas Steingen

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