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ESV-Stadion: Sanierung der 400-Meter-Laufbahn liegt auf Eis

ESV-Stadion: Sanierung der 400-Meter-Laufbahn liegt auf Eis

Die Sanierung der Leichtathletikanlage im Stadion des Eisenbahnersportvereins Delitzsch ist in weite Ferne gerückt. Zu dieser bitteren Erkenntnis kamen dieser Tage die Initiatoren einer breitangelegten Aktion, die zwar öffentlich stark wahrgenommen wurde, jedoch im Delitzscher Stadtrat nicht die nötige Unterstützung bekam, offenbar auch nicht ernst genommen wurde.

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Dunkle Wolken über der Laufbahn im Delitzscher Eisenbahner-Stadion. Die Zukunft sieht trübe aus.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. "Wir haben keine Mehrheiten dafür schaffen können", erklärte der enttäuschte CDU-Stadtrat Hartmut Mochalski. Und er findet drastische Worte für die Situation in der 27 000 Einwohner zählenden Stadt: "Was die öffentlichen Freiluft-Sportanlagen betrifft, stehen wir heute schlechter da als vor dem ersten Weltkrieg." Und er begründet das auch. "Verschwunden ist das Stadion in der Karl-Marx-Straße. Da steht heute das Kultur- und Sportzentrum drauf, verschwunden ist zudem der Concordia-Sportpark in der Elisabethstraße. Der Zustand der Leichtathletikanlagen im ESV-Stadion ist hinlänglich bekannt", so Mochalski. Allerdings räumt er ein, dass die Stadt, was die Sporthallen betrifft, fast schon ein Luxusproblem hat. "Da sind wir bestens ausgestattet."

Ungeachtet dessen sind Wolfgang Stiller (Präsident des ESV), Michael Denef, Volker Löffler (SPD-Stadtrat), Ralph Zahn (Abteilungsleiter Fußball) beim ESV sowie Hartmut Mochalski vor zwei Jahren angetreten, für die Große Kreisstadt die in die Jahre gekommene Leichtathletikanlage zu sanieren. Sie bietet nach wie vor als einzige Anlage ein 400-Meter-Bahn und damit die Möglichkeit, einen lehrplangerechten Unterricht in den Schulen der Stadt zu gewährleisten. "Sie ist gerade in der warmen Jahreszeit einer intensiven Nutzung ausgesetzt", weiß Ralph Zahn und erinnert an die zahlreichen Schulsportfeste.

In den vergangenen 24 Monaten haben die fünf Männer eine Unzahl von Gespräche geführt, Verbündete gesucht, Finanzierungsmodelle erörtert, Politikern unterschiedlicher Ebenen ihre Verantwortung aufgezeigt. "Alles sinnlos", konstatierte Mochalski. In der Debatte zum städtischen Haushalt 2015/16 habe man die Problematik erneut deutlich gemach. "Zu etwas geführt, hat es nicht", so Mochalski. Die Oberschule Nord mit neuer Sporthalle und das Elberitzbad seien die Investitionsschwerpunkte für die kommenden zwei Jahre. "Das ist auch zu akzeptieren, das Geld kann nur einmal ausgegeben werden", sagte Wolfgang Stiller. Was er allerdings nicht versteht, ist, dass "der erste Bürger der Stadt keine eindeutige Position bezieht. Will er überhaupt, dass etwas unternommen wird?. Junge Leute sollen nach Delitzsch kommen, wir können ihnen nicht einmal ein intaktes Stadion bieten. Das ist enttäuschend und ärgerlich zugleich."

"Wir werden jetzt unsere Bemühungen vorerst stoppen, denn vor 2017 wird es für das Projekt kein Geld in der Stadtkasse geben", teilte Volker Löffler mit. Er und seine Frau Antje hatten 2013 mit der Spende in Höhe von 5000 Euro, zusammengekommen aus Anlass des 70. Geburtstages des einzigen Delitzscher Olympiateilnehmers, den Auftakt für die Aktion gegeben. "Wir werden nicht aufgeben, unsere Forderungen werden wir erneuern, zu einem gegebenen Moment." Beim ersten Delitzscher Familiensportfest im vergangenen Jahr waren weitere Spenden zusammengekommen. Insgesamt befinden sich etwa 10 000 zweckgebundene Euro auf dem Konto. Eine Sanierung der Anlage kostet etwa 360 000 Euro. Bei 70 Prozent Förderung liegt der Eigenanteil jedoch immer noch bei 108 000 Euro. "Wir haben alle uns bekannten Fördermöglichkeiten ausgereizt. Sie sind zumeist daran gescheitert, dass der ESV Eigentümer des Stadions ist und nicht die Stadt", teilte Mochalski mit. "Wir bedanken uns bei allen, die uns bei unserem Vorhaben bisher unterstützt haben. Wir bleiben dran", hieß es aus der Runde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.12.2014
Ditmar Wohlgemuth

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