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Edith Scheeren übergibt eine sanierte Grundschule

Edith Scheeren übergibt eine sanierte Grundschule

Heute wird Edith Scheeren zum letzten Mal Schüler in die Sommerferien entlassen. Am Montag und Dienstag mit dem Kollegium das Schuljahr nachbereiten und die Einrichtung an ihre Nachfolgerin übergeben.

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Schulleiterin Edith Scheeren bei der Auszeichnung der Sieger der Matheolympiade an der Grundschule Delitzsch-Ost. Für die 65-Jährige ist das eine ihrer letzten Amtshandlungen, denn sie geht in den Ruhestand.

Quelle: Thomas Steingen

Delitzsch. Seit sechs Jahren ist die Bad Dübenerin Leiterin der Grundschule Ost in Delitzsch. Nun geht die 65-Jährige nach 46 Jahren im Schuldienst (davon 20 Jahre als Leiterin) in den Ruhestand und tut dies mit einem lachenden und weinenden Auge. Einerseits kann sie mit Stolz eine moderne Einrichtung übergeben. Andererseits „tut es mir schon etwas leid, denn hier habe ich mit den Kollegen doch einiges geschaffen", berichtet sie. Als Edith Scheeren 2006 von Bad Düben nach Delitzsch wechselte, übernahm sie eine Schule, in der sie nur ihre Stellvertreterin Bärbel Klug kannte und in der die Handwerker wirbelten. „Die Außenhülle war fertig, innen wurden gerade die Klassenräume im Westflügel saniert. Später sind wir dorthin umgezogen, damit der Ostflügel renoviert werden konnte", erinnert sie sich. Praktisch bis heute ist die Schule eine Baustelle geblieben, und gern hätte sie ihrer Nachfolgerin die Einrichtung komplett saniert übergeben. Dieser Wunsch geht nicht ganz in Erfüllung, denn nach dem Turnhallenneubau steht die Gestaltung der Außenanlage mit neuer Laufbahn noch aus. Aus ihrer Tätigkeit als Stadträtin (Freie Wählergemeinschaft) in Bad Düben weiß sie um die Zwänge, denen Kommunalpolitiker oft unterworfen sind. „Meine Kontakte halfen mir aber auch, dieses und jenes für meine Schule durchzusetzen", spricht Edith Scheeren beispielsweise den Kampf für Garderobenräume an, die ursprünglich, sicherlich aus Spargründen, nicht mit geplant waren. „Aber der Einsatz hat sich gelohnt", freut sie sich über das Geschaffene. Als kommunalpolitisch engagierte Frau, begrüßt sie die Linie, wie in Delitzsch mit dem Thema Schulen umgegangen wird. „Stadträte sind gut beraten, wenn sie weiter in die Bildungsstätten investieren. Lieber dafür ein paar Schlaglöcher mehr in Kauf nehmen", sagt die 65-Jährige. Genauso klar positioniert sie sich zu der nun verworfenen, wie sie sagt, „verrückten Idee", in der Loberstadt ein neues Mittelschulzentrum zu bauen. „Delitzsch kann stolz auf zwei so gute Mittelschulen sein, die sich in ihren Profilen völlig unterscheiden." In diesem Zusammenhang kommt sie auf das Innenleben einer Schule zu sprechen, weil das eine Schule ausmache. „Ich bin auf ein Kollegium getroffen, in dem ich mich gut integrieren und mit dem ich meine Vorstellung umsetzen konnte", erzählt Edith Scheeren. Das Zirkusprojekt sei so ein Beispiel. „In meinem ersten Jahr habe ich damit begonnen und damit höre ich dieses Jahr auch auf." Und dass es an ihrer Einrichtung neben der Einschulungsveranstaltung nunmehr regelmäßig auch Frühlings- und Weihnachtskonzerte für die Eltern gibt, ist ebenfalls eine Spur, die zu der scheidenden Leiterin führt. Als das Wichtigste an einer Schule bezeichnet sie die zwischenmenschlichen Beziehungen. „Nichts gegen das Kollegium durchdrücken, sondern gemeinsam mit diesem die Dinge anpacken und den Kolleginnen etwas zutrauen", lautet ihre Devise. Als ebenso wichtig bezeichnet sie die Zusammenarbeit mit den Eltern, denn davon hänge viel ab. Mit den Eltern ist es ihr gelungen, einen Förderverein für die Schule zu etablieren, „ohne den heute nichts mehr gehen würde".

Thomas Steingen

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