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Delitzsch Ehrenamtlicher Reiner Mehlei ausgezeichnet
Region Delitzsch Ehrenamtlicher Reiner Mehlei ausgezeichnet
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16:53 28.12.2009
Brinnis/Dresden

Das Rezept von Reiner Mehlei lautet: Immer in Bewegung bleiben.Wer rastet, der rostet. Er ist seit 2002 im Ruhestand, legt aber deshalb die Hände schon lange nicht in den Schoß. Im Gegenteil. Als Obernarr des Lindenhayn-Brinniser Karnevalvereins, blitzt ihm der Schalk aus den Augen. Und wenn er bei den Sitzungen des Vereins so richtig in Fahrt kommt, bleibt kein Auge trocken. Mehlei wurde vor 70 Jahren in Brinnis geboren und blieb der heimatlichen Umgebung treu. Der Stammbaum der Familie reicht bis 1650 zurück. Seine Vorfahren waren meist Handwerker, Wellermeister (Lehmhausbauer) und auch Tischler waren darunter. Und in der Freizeit wurde bei einigen Sport – vor allem Turnen – groß geschrieben. Reiner Mehlei selbst ist Fitnessstudio-Enthusiast, liebt ausgiebige Radtouren und wandert nicht selten durch seine Heimat. Und er pfiff in der jüngsten Vergangenheit auch so manches Spiel der Alten Herren an. Beruflich ging er in seiner Jugend zunächst in die Landwirtschaft und war später Busfahrer. Letzteres hat wohl bis heute Auswirkungen. Denn der Brinniser ist nicht nur im eigenen Dorf bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund und kennt eine Unmenge von Leuten. Seit 53 Jahren ist er übrigens auch Mitglied der Feuerwehr. Mehlei zur Auszeichnung vorgeschlagen hatte Schönwölkaus Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU). Dresden habe angefragt, wer für solch eine Auszeichnung mit der Ehrenamt-Urkunde und -Card in Frage käme. Daraufhin habe er Reiner Mehlei genannt, „weil er sich seit vielen, vielen Jahren um die Rentnerveranstaltungen kümmert und als Vorsitzender des Karnevalsvereins auch eine hervorragende Kinder- und Jugendarbeit macht“, so Tiefensee. Vor einiger Zeit war bereits mit der gleichen Urkunde Brigitte Stelzer aus Hohenroda ausgezeichnet worden. Und Bürgermeister Tiefensee erklärte: „Wenn ich in ein bis zwei Jahren wieder vom Staatsministerium gefragt werde, wird es mir erst einmal schwer fallen, wen ich vorschlagen sollte.“ Mehlei jedenfalls versteht es offensichtlich, sowohl Ältere als auch Jüngere vom Fernsehgerät beziehungsweise Computer wegzulocken. Denn die Seniorentreffen beziehungsweise Touren für die Brinniser, Wannewitzer und Luckowehnaer (nicht selten sind auch Löbnitzer dabei) ins In- und Ausland finden großen Zuspruch. Zum anderen ist der längjährige Karnevalspräsident stolz darauf, dass der Faschingsverein kein Alt-Herren-Damen-Club ist. „Zirka 60 Prozent der Mitglieder sind unter 40“, erzählte er. Und keine Frage, dass seine kleine Enkelin Anika (5) auch schon bei den Minis mittanzt. Für die Senioren gibt es neben den Ausflugsfahrten auch Sommerfeste und Weihnachtsfeiern. Es ist die Geselligkeit, die groß geschrieben wird in Brinnis und Umgebung und die anderswo mitunter auch fehlt, weil kein Macher da ist. Am 31. Januar, 6., 7. und 13. Februar geht es im Badrinaer Leinekrug beim Fasching für Jung und Alt wieder in die Vollen, wenn es diesmal kräftig augenzwinkernd heißt: „Ob Kerl, ob Weib, das ist klar, Geschlechterkampf ist wunderbar“.

Lutz Schmidt

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