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Delitzsch Ein Döbernitzer Schandfleck schrumpft
Region Delitzsch Ein Döbernitzer Schandfleck schrumpft
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21:06 14.09.2012
Dieser traurige Anblick könnte nun bald verschwinden. Quelle: Alexander Bley
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Döbernitz

Ein Verhandlungserfolg der Stadtverwaltung macht‘s möglich.

„Wir haben es nach langwierigen Gesprächen mit dem Freistaat Sachsen geschafft, dass der uns die zu seinem Bestand gehörenden Objekte verkauft“, berichtete Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch bestätigte das positive Signal aus Dresden: „Zwei Baracken und die dazugehörigen Grundstücke können an die Stadt übertragen werden – zum Symbolpreis.“

Voraussetzung für dieses Immobiliengeschäft sei, dass der Stadtrat zustimmt. Eine entsprechende Beschlussvorlage werde für die Oktobersitzung vorbereitet. Sobald die Übertragung vollzogen ist, könne die Ausschreibung für den Abriss laufen. Im Anschluss ist eine Aufforstung vorgesehen. Denn im gültigen Flächennutzungsplan ist das gesamte Areal als Ausgleichsfläche für Begrünung vorgesehen. Das Geld dafür ist sogar schon da: „Im Zuge des Pep-Markt-Baus an der Leipziger Straße wurden ökologische Ausgleichsmaßnahmen nicht sofort realisiert, sondern die finanziellen Mittel dafür zweckgebunden auf ein Konto eingezahlt“, erklärte OBM Wilde. „Dieses Budget können wir für die Aufforstung nutzen.“

Die Begrünungs-Absichten im Flächennutzungsplan sind wohl letztlich auch ein Hauptargument für das Symbolpreis-Geschäft mit dem Freistaat gewesen. Der Plan schließt eine Neubebauung des Barackengeländes aus, was das sächsische Interesse an dem Areal gedämpft haben dürfte.

Komplett gelöst ist das Döbernitzer Schandfleckproblem allerdings noch nicht. „Die übrigen Baracken gehören Privateigentümern. Dort konnten wir noch keine Einigung erzielen“, sagte Wilde. So bleibt dieses schon seit den 1990er-Jahren bohrende Thema weiter aktuell. Die Baracken stehen leer, seit die Spätaussiedler-Einrichtung in Döbernitz geschlossen wurde. Zuvor waren die Gebäude als Monteursunterkunft genutzt worden. Der fortschreitende Verfall wird unter anderem wegen der Gefahren für Kinder kritisch gesehen, die das Terrain als Abenteuerspielplatz nutzten könnten.

Kay Würker

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