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Delitzsch Ein Erfolg von Rock, Lyrik und Tanz
Region Delitzsch Ein Erfolg von Rock, Lyrik und Tanz
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16:53 29.07.2012
Die Schülerband RMC heizt gleich zu Beginn richtig ein. Quelle: Carsten Lippert
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Wölkau

Doch sie wollten nicht nur, dass die von den Kassenpatienten Martin, Fossi und Nick mit Ärzte-Worten besungene Liebe und deren Konzert, sondern auch, dass die Erfolgsgeschichte von Rock und Lyrik weitergeht. Das versprach Sara Fromm, die die inzwischen 14. Auflage von Rock und Lyrik moderierte, und in der sieben Programmpunkte von nordsächsischen und Leipziger Künstlern gestaltet wurden.

Wie schon öfter wich die Veranstaltung aufgrund des angesagten unbeständigen Wetters von der Patronatskirche ohne Dach in die gut zwei Kilometer entfernte Wölkauer Kirche mit Dach aus. Den Auftakt machte hier die aus drei Elf- und einer 13-Jährigen bestehende Schülerband RMC (Roitzschjoraer Music Club). Celvin Kolawski, die Schwestern Gina und Milena Mank sowie Josephine Blümel brachten Nickelback oder die Toten Hosen nach Wölkau und verkündeten trotz ihrer Jugend beispielsweise schon sehr überzeugend, was mit 15 oder 20 Jahren war.

„So habe ich auch mal angefangen", verriet Sophie Vasak im Interview. Die 19-jährige Lehramtsstudentin überraschte nach einem romantisch-frechen Lyrik-Ausflug des Delitzschers Andreas Höger in die Gefilde der Liebe und des Leipziger Auenwaldes mit ihrer kraftvollen tiefen Stimme, mit der sie locker die ganze Kirche ausfüllte. Mit Zombie von Cranberries, bei der sie selbst Gitarre spielte und am Schlagzeug von ihrem zwölfjährigen Bruder Kevin begleitet wurde, spielte sie auch das Lied, dass „ich vor drei oder vier Jahren zuerst mit ihm gemeinsam spielen konnte".

Die Professionalität überzeugte auch ihre nachfolgenden Künstler. So verkündete Eta Zachäus bei Vorträgen ihres Partners Michael Wilhelm mit Blick auf Sophie: „Hier hätte ich das Hallodri ja singen müssen. Doch deine Stimme habe ich nicht". Dennoch gab es für die von Autor Michael Wilhelm selbst erzählte profane Ode an die Tomate ebenso viel Beifall wie für die von Eta Zachäus klasse vorgetragenen Überlegungen, was sich mit fünf Kilo Tomaten so alles anstellen lässt.

Apropos , was sich anstellen lässt. Oliver Klimt, der den Maultrommelverein Taucha vertrat, hatte im kleinsten Köfferchen gleich Dutzende Vertreter dieses Instruments mitgebracht, mit denen er ein ganzes Orchester vortäuschte, die Luft vibrieren ließ oder auch ein Pferd durch die Kirche galoppieren ließ.

Ohne Pferd, aber als Anhänger der Country-Musik, zeigten sechs Line Dancer der Funny Country Dancers ihr Können und bewiesen einmal mehr: In der kleinen Kirche ist nicht nur Platz für Rock und Lyrik, sondern auch für Tanz.

Ilka Fischer

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