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Delitzsch Ein Farbton wie vor 100 Jahren
Region Delitzsch Ein Farbton wie vor 100 Jahren
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18:22 01.09.2010
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. Die seit gut 15 Jahren anhaltende Bautätigkeit im und am Gotteshaus, ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und seit 1746 in der jetzigen Form, ist vorerst beendet. Der Bau präsentiert sich nun außen wie innen in einem tadellosen Zustand, den es lange zuvor nicht gab.

Mit einem in der hiesigen Region einmalig vorhandenem, hinterleuchtetem Kreuz an der Altarwand zieht der Innenraum die Blicke sofort auf sich. „Die Schenkenberger Kirche muss etwas Besonderes haben", war sich Pfarrer Matthias Taatz schon zu Beginn der umfangreichen Sanierungsarbeiten sicher. Und das hat sie nun auch. Weil in den Anfangsjahren der DDR die Kirche dem Wetter schutzlos ausgeliefert war, gingen der Gemeinde durch Nässeschäden die Orgel als auch der Altar verloren. Erst eine Rettungsaktion des damaligen LPG-Vorsitzenden Merke, so wissen es noch heute alte Schenkenberger zu berichten, war es überhaupt zu danken, dass das Haus noch steht. In den 70er-Jahren fertigte dann Zimmerer Otto Hofmann aus Rödgen ein hölzernes Kreuz an. „Viele Jahre stand es auf dem Boden", weiß Hausherr Taatz. Nun hängt es an der Wand und wird mit rotem Licht hinterleuchtet. Besucher finden es eine geniale Lösung. „Auch ein Teil der Wand erhielt einem rötlichen Farbton." Wie es hieß, habe es doch eine Weile gedauert, bis der gewünschte Effekt schließlich eintrat. In schlichtem Grau gehalten sind hingegen die anderen Wände. Ob die Schenkenberger Kirche tatsächlich innen diese Farbkombination trug, ließ sich nicht mehr rekonstruieren. Taatz: „Unserer Anspruch war es, das Haus in einen solchen Zustand zu versetzen, wie er in den besten Zeiten war. Allerdings standen uns nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen zur Verfügung." Dennoch scheint das Grau dem vor 100 Jahren sehr nahe zu kommen. Ein Restaurator habe aus Proben, die er von den Emporen nahm, in etwa das Grau wiederentdeckt. Blau hebt sich der Großteil der Decke hervor.

Zum Abschluss der umfangreichen Arbeiten soll es am 2. Oktober ein Konzert geben, das um 17 Uhr beginnt. Präsentiert werden Stücke für Orgel und Trompete. Darunter sind sowohl Werke der Klassiker aber auch Choräle. Taatz verspricht ein buntes unterhaltsames Programm. In seiner Ansprache, wie er seine Rede zum besonderen Anlass nennt, will er den Zuhörern erläutern, was in den vergangenen Jahren mit dem Kirchengebäude passiert ist. Ganz sicher wird er darin all jenen danken, die zu dem jetzt sichtbaren Ergebnis beigetragen haben. Es war die umfassendste Verjüngungskur, die das Haus je erlebte. Sie begann mit der Turmsanierung, es folgte das Kirchenschiff und wenig später der Innenraum. Im letzteren Bereich haben sich die Arbeiten vor allem deshalb länger als vorgesehen hingezogen, weil „die Feuchtigkeit aus den Wänden musste", so Taatz.

Ditmar Wohlgemuth

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