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Delitzsch Einbruch am Tag und viel Lärm
Region Delitzsch Einbruch am Tag und viel Lärm
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23:00 02.02.2016
In dieses Haus drangen Einbrecher ein und stahlen Kupferrohre. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Peter Jugl fehlen die Worte. Er ist beziehungsweise war Eigentümer einer Immobilie in der Delitzscher Innenstadt, die jüngst von Einbrechern heimgesucht wurden. Sie hatten es offenbar auf Kupferrohre abgesehen und ließen sich dabei auch nicht davon abschrecken, dass im Haus noch ein Mieter lebt. Der Immoblienmakler aus Markkleeberg hat in seiner beruflichen Karriere schon einiges erlebt, aber die „Geschichte in Delitzsch ist schon sehr dreist, unverfroren und eiskalt“, wie er sagt. Eigentlich sollte das Haus, um 1900 gebaut und Mitte der 1990er-Jahre saniert, verkauft werden. „An jemanden, der das Haus zur Eigennutzung haben wollte“, sagte Jugl. Kurz bevor es zur Unterschrift kommen sollte, passierte der Einbruch. Am Tage, vermutlich zwischen dem 16. Dezember und dem 4. Januar, hätten die Täter das Haus betreten. Peter Jugl vermutet, dass das Gebäude nicht ordnungsgemäß verschlossen war. „Ein Pflegedienst kümmert sich um den letzten Mieter im Haus.“ Er vermutet da einen Zusammenhang. Auch habe Jugl Zeichen am Haus wahrgenommen, mit dem es offenbar Einbrecher vorher markierten. Dass dem Mieter die Arbeiten im Haus nicht sonderlich berührt haben, führt er zum einen auf den Gesundheitszustand zurück, zum anderen „waren immer mal wieder Handwerker“ im Haus, um etwas zu machen“. Insgesamt gibt es sechs Wohnungen, zwei sind von einem Wasserschaden betroffen.

So konnten die Einbrecher unbehelligt Rohrkanäle und Wände brutal öffnen, um die dahinter liegenden Rohre zu entfernen. „Die haben vielleicht 100, vielleicht auch 500 Euro mit dem Verkauf der Rohre gemacht. Der Schaden ist mindestens zehn Mal so hoch“, befürchtet Peter Jugl. Die Heizungsanlage ist durch den Diebstahl auch nicht mehr nutzbar. Bevor es jetzt zum Verkauf des Hauses kommt, muss alles instandgesetzt werden. Kosten, auf die der Makler nicht sitzenbleiben will. Er will die Täter, setzte 500 Euro Belohnung aus. Er verteilte dafür Zettel in der nahen Umgebung. „Viel Hoffnung habe ich aber nicht. Fahndungserfolge sehe ich nicht, die Polizei ist mit den Banden, der organisierten Kriminalität überfordert“, erklärte Jugl. Allerdings, so stellte sich jetzt heraus, hatte er noch keine Anzeige bei der Polizei gemacht. „Eine Strafverfolgung setzt erst mit der Anzeige ein“, betonte Polizei-Revierleiter Klaus Kabelitz. Die Anzeige kam erst Ende Januar. „Nach vier Wochen sind die Chancen, noch frische Spuren zu finden, gleich Null“, bemerkte der Polizeibeamte. Eine Belohnung auszuloben, um Hinweise zu bekommen, sei zwar jedem seine Sache, aber eben nicht unbedingt vom Erfolg gekrönt. Und tatsächlich sind bislang beim Immobilienmakler keine Hinweise eingegangen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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