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"Eine Ausstellung gegen das Vergessen"

"Eine Ausstellung gegen das Vergessen"

"Delitzsch verwandelt" ist der Titel einer neuen Sonderausstellung, die ab Donnerstag im Museum Barockschloss Delitzsch zu sehen ist. Wie der Name bereits verrät, beschäftigt sich die Exposition mit dem äußeren Erscheinungsbild der Loberstadt.

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Karl-Heinz Koch zeigt ein Beispielexponat, auf dem sich die Veränderungen im Stadtbild von Delitzsch optisch widerspiegeln.

Quelle: Thomas Steingen

Delitzsch. "Es ist eine Ausstellung gegen das Vergessen", beschreibt Karl-Heinz Koch, Leiter des städtischen Bauamtes, der mit seinem Team maßgeblich an der Umsetzung dieses Projektes beteiligt ist. "Mancher hat vielleicht schon vergessen, wie die Stadt 1990 aussah. Jüngere Leute können es gar nicht wissen, weil sie zur Wendezeit noch nicht geboren waren. Daran knüpfen wir an. Die Ausstellung stellt alt und neu, früher und heute gegenüber", erklärt der Stadtplaner. Und er sei selbst erstaunt, wie viel sich in der Stadt in den vergangenen rund 25 Jahren verändert habe. "Manches sogar mehrfach."

Zugute kommt den Organisatoren der Ausstellung, dass Anfang der 1990er-Jahre bei der Vorbereitung für die Ausweisung von Sanierungs- und Erhaltungsgebieten komplett alle Häuser der Altstadt bis zum Bahnhof von einem Ingenieurbüro fotografiert wurden. Dort arbeitete seinerzeit auch der heutige Stadtarchivar Lars Freiberg, der die rund 800 Fotos aufbewahrt und digitalisiert hat. "Es ist gut, dass wir auf diesen Fundus zurückgreifen können." In den vergangenen zwei Monaten waren Koch und seine Mitarbeiter, wenn sie zu Außenterminen das Rathaus verließen, immer mit einer Kamera bewaffnet, um die aktuellen Fotos zu schießen. Aber auch die Technischen Werke, die Wohnungsgesellschaft und die Wohnungsbaugenossenschaft steuerten Fotos bei, die die Veränderungen in der Loberstadt dokumentieren.

"Zirka 80 bis 85 Prozent der Häuser in Altstadt, Delitzsch-Nord und -Ost hätten sich verändert, teils sogar ganze Straßenzüge wie die Breite Straße, die Querstraße oder die Eilenburger Straße hat Koch festgestellt. "Man nimmt es nur nicht so war, weil der Rückblick fehlt, um zu sehen, wie grau seinerzeit alles war."

"Die Ausstellung soll aber auch zeigen, wie gut Förder- und Eigenmittel eingesetzt worden sind", erklärt Karl-Heinz Koch. Insgesamt rund 55 Millionen Euro seien in die Stadtumbaugebiete Delitzsch-Nord und -Ost sowie ins Sanierungs- und Erhaltungsagebiet Altstadt geflossen. "Wir wollen mit der Exposition aber auch einen Motivationsimpuls auslösen, denn es muss nicht immer eine teure Sanierung sein. Manchmal hilft schon etwas Farbe, um ein Gebäude freundlicher wirken zu lassen", sagt Koch, der sich wünscht, dass sich diesbezüglich in der Halleschen Straße noch etwas tut.

Die Ausstellung ist ein Teil des Projektes "Delitzsch verwandelt", mit dem sich die Stadt als eine von 30 Modellkommunen auf den "Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2015" vorbereitet. Neben der Ausstellung sind die Bürger am 27. September eingeladen, sich bei einer Fahrradtour und einem Quartiersdialog im Freibad über die Entwicklung der Stadt seit 1990 zu informieren. Die Ausstellung im Delitzscher Schloss ist noch bis zum 28. September zu sehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2014
Thomas Steingen

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