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Eine ganze Region feiert: Gruselparty in Rackwitz, lebende Legenden in Delitzsch

Eine ganze Region feiert: Gruselparty in Rackwitz, lebende Legenden in Delitzsch

Am Wochenende waren die Narren in großer Feierlaune. LVZ-Reporter mischten sich in Delitzsch, Rackwitz, Biesen und Zwochau unters lustige Volk und schnappten auf, was geboten wurde.

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Echter Hingucker: Die Snoops als kleine Satansbraten tanzten mit den Jüngsten zu "We are Monster High" beim Rackwitzer Fasching.

Quelle: Anke Herold

Delitzsch. Die Delitzscher Narren mögen's klassisch: Funkenmariechen, feinste Uniformen und nach Schenkelklopfer schreiende Sketche und Witze durften nicht fehlen. Unter dem Motto "Legenden leben länger" ging es im gut besuchten Bürgerhaus zur Sache. "Warum haben Männer ein Gen mehr als ein Pferd", kalauerte DCV-Chef Rüdiger Kleinke unter anderem, "na, damit sie beim Autowaschen den Eimer nicht aussaufen". Beim DCV gaben sich lebende und längst von uns gegangene Legenden das Faschingszepter in die Hand. Da ulkte Hella von Sinnen, erlebte die Jukebox ein tänzerisches Comeback, wurde sich sogar an Loriot vergriffen und verführte Boney M (Daddy Cool) das Publikum sogleich zum heftigen Ruf nach Zugabe.

Mit rund 100 Mitgliedern ist der Carneval-Club Selben/Zschepen wohl einer der größten. Und einer der erfolgreichsten, denn selbst an neuer Spielstätte gingen die Karten weg wie frisch geworfene Kamelle. "Im alten Kleid ins neue Haus - so putzt sich Selben/Zschepen raus", lautete das Motto. Erstmals feierten die Narren auf der Bunten Bühne Biesen. Eigentlich seien auch aufgrund des Ortswechsels nur drei Veranstaltungen geplant gewesen, sagte Schatzmeisterin Marlies Stoppach. Doch die Karten seien so rasant verkauft worden, dass die Karnevalisten eine Zusatzveranstaltung mit ihrem bunten Programm von Tanz bis Sketch steigen lassen. Für die Extra-Sause am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr gibt es bis Mittwochabend noch Restkarten unter der Rufnummer 034202 91186.

Im Rackwitzer Gruselkabinett trieben derweil grässlichste Gestalten ihr Unwesen. Schon beim Eintreten in die Höllenhalle schauderte es dem verehrten Gast. Blutüberströmte Krankenschwestern, Zombies und verführerische Hexen und Dämonen warteten gespannt auf den Partybeginn. Die Elferhöllenräte traten ein und fuhren ihren Chef per Sarg ins Geschehen, dieser entstieg diesem als Alice Cooper und parodierte den Song "Poison". Das Prinzenpaar folgte als Graf und Gräfin Dracula, beide freuten sich über das Frischblut im Publikum. Die Horrorshow konnte beginnen. Alles war dabei, die Spätlesedamen ließen Helene Fischer auferstehen, die Rackaotis starteten als Ghostbusters durch, die Snoops tanzten zu "We are Monster High" und die Krostitzer Akrobaten waren selbst als Untote noch überaus lebendig. Die Aluperlen gaben dem Abend die erotische Gruselnote. Zum Finale gab sich Michael Jackson die Ehre, stieg aus dem Totenreich empor und zog noch einmal alle Darsteller zum Thriller-Song hinter sich her. Eine tolle Musikwahl, ausgezeichnete Choreografien, eine mit viele Liebe zum Detail gestaltete Programmkulisse und ein super toll gekleidetes Publikum machten die Gruselfaschingsparty in Rackwitz zu einem besonderen Highlight.

Zwochau helau! Im Saal zur Kugel rückte der ZKV zur ausverkauften finalen Runde an - eröffnet von den Funken und dem Präsidenten Silvio Müller im Gefolge seiner zehn Minister, darunter auch einer für Sauferei und Küsserei. An Bord des mottofreien Faschingszuges kam Büttenredner Hausmeister Krause, der beim Fällen seiner alten Linde auf ein langwieriges System der Behörden stieß. Inmitten verrückter Hühner und Hexen reihten sich auch zahlreiche Tänze der kleinen Funkenbienchen, Twistkids und großen Funken ins Programm.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.02.2015

cj/A.P./A.H.

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