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Delitzsch Eingang zum Friedhof wird restauriert
Region Delitzsch Eingang zum Friedhof wird restauriert
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10:00 16.04.2017
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Schenkenberg

Es stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, ist einmalig in Sachsen, bundesweit sehr selten und es braucht dringend eine Verjüngungskur: Das Sonnentor am Eingang zum Schenkenberger Friedhof in der Rödgener Straße. Die gut 250 Jahre, die das Tor auf dem Buckel hat, sieht man ihm zwar nicht unmittelbar an, aber beim genauen Blick sind die Spuren der Zeit schon deutlicher zu erkennen. „Es ist in den vergangenen Jahrzehnten natürlich immer mal wieder instandgesetzt worden, bekam auch entsprechende Farbanstriche, doch dabei sind offensichtlich auch Fehler gemacht worden“, teilte Pfarrer Matthias Taatz auf Anfrage mit. Die sollen jetzt in Absprache mit dem Landesamt für Denkmalschutz nicht nur behoben werden. Denn das Tor soll komplett restauriert werden.

Jeder Euro zählt

Dafür ist im September eine Schenkenberger Familie aktiv geworden, startete eine Spendenaktion. Gebraucht wird aber auch weiterhin jede Unterstützung. Jeder Euro zähle, hieß es von den Initiatoren, die „nicht unbedingt genannt“ werden wollen. Ihnen sei wichtig, dass das Projekt umgesetzt werden kann und die Bewohner daran mitwirken. Insgesamt werde das Vorhaben, einschließlich des kleinen Tores, ungefähr 5500 Euro kosten. Noch ist die Summe nicht vollständig, aber wohl zum Großteil zusammen gekommen. Trotzdem will Tischlermeister Marco Ast aus Zschernitz den Auftrag noch im April angehen. „Ich brauche etwa drei bis vier Wochen, bis alles fertig ist“, teilte er auf Anfrage mit. Das hänge auch davon ab, welchen Zustand des Tores er am Ende vorfindet. Er werde alle Originalteile, die noch erhaltenswert sind, verfestigen, andere mit speziellen Holzelementen ersetzen. „Verwendet wird vor allem sibirische Lerche und natürlich deutsche Eiche.“ Zum Schluss sei ein Farbanstrich vorgesehen, der dem des Originals entspreche.

Spirituelle Bedeutung

Für das kleine Tor ist der Aufwand nicht so hoch, da dafür Denkmalschutzanforderungen nicht erfüllt werden müssen. Natürlich sollen beide Tore im Stil zusammenpassen. In dem Zusammenhang kündigte Matthias Taatz an, dass auch der Torbogen instandgesetzt werden wird. Er weist bereits Risse im rechten Teil des Bogens auf. Für den Pfarrer hat das Sonnentor natürlich und vor allem eine spirituelle Bedeutung. Gerade jetzt zu Ostern. Die aufgehende Sonne sei eine Botschaft, ein Zeichen der Wiedergeburt.

Spendenkonto

Über Spenden freut sich das Kreiskirchenamt in Eilenburg, Nikolaiplatz 3/ 4, Telefonnummer 03423 686830.

Von Ditmar Wohlgemuth

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