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Delitzsch Einkaufen wird einfacher in Delitzsch
Region Delitzsch Einkaufen wird einfacher in Delitzsch
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00:32 27.08.2015
Rentnerin Annemarie Friedrich kauft gern in der Konsumfiliale in der Beerendorfer Straße ein.Diese ist mit ihren breiten Gängen seniorengerecht eingerichtet. Ihr Rollator hat ausreichend Platz. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

"Deshalb sollte jedem Einzelhändler daran gelegen sein, dass seine Kunden möglichst bequem und barrierefrei einkaufen können - ob nun Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollatoren", sagt Gunter Engelmann-Merkel, Geschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen, Region Westsachsen. Das Gütesiegel "Generationenfreundliches Einkaufen" zeigt an, dass sich Händler auf diese spezifischen Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen eingestellt haben.

In Delitzsch leistete der Rewe-Markt in der Eisenbahnstraße Pionierarbeit. Er war 2011 in der Leipziger Region eine der ersten Einkaufseinrichtungen, die sich für das Gütesiegel zertifizieren ließen. Die Konsumfiliale in der Beerendorfer Straße und Porta Möbel in Wiedemar folgten noch im selben Jahr. Alle drei wurden 2014 erneut zertifiziert. Der Kaufland-Markt in der Sachsenstraße in Delitzsch erhielt 2012 das Gütesiegel. "Sachsenweit nähern wir uns kontinuierlich der 1000er-Marke", informiert Engelmann-Merkel, für den Händler mit diesem Gütesiegel einen Wettbewerbsvorteil haben.

Laut dem Handelsverbands-Geschäftführer können sich Kunden, die in Geschäften mit dem Qualitätszeichen einkaufen, darauf verlassen, dass der Zugang zum Geschäft barrierearm und gut ausgeleuchtet ist, dass mögliche Gefahrenstellen ausreichend markiert sind, die Böden rutschfest, die Gänge breit und nicht zugestellt sowie alle Preise und Auszeichnungen gut lesbar sind. Denn das sind Kriterien, die bei der Zertifizierung erfüllt sein müssen. Insgesamt 63 Kriterien enthält der Katalog, nach dem die Einstufung erfolgt. Das Qualitätssiegel können alle Geschäfte mit begehbaren Ladenlokalen erhalten. Deshalb ermuntert Gunter Engelmann-Merkel auch kleinere Läden zu diesem Schritt.Der Konsum in der Beerendorfer Straße hat neben breiten Gängen und gut erreichbaren Regalen noch eine Bank zum Ausruhen aufzuweisen. "Diese wird sehr gern und oft genutzt", bestätigt Marktleiterin Karla Bredernitz. Und auch der Servicepunkt mit Lotto- und Postdienstleistungen gehört hier zum Konzept. "Alles aus einer Hand, das erspart den Kunden zusätzliche Wege", erklärt die Marktleiterin.

Das generationenfreundliche Einkaufen ist eine Initiative des Handelsverbands Deutschland und einer Reihe weiterer Organisationen wie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Vergeben wird das Qualitätszeichen für drei Jahre. Danach ist eine erneute Prüfung erforderlich. In den Geschäften erkennbar ist es an einer markanten weißen Einkaufstüte auf Rädern und orangefarbenen Grund.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.08.2015
Von Thomas Steingen

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