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Einstimmiges Votum für Delitzscher Bewerbung

Einstimmiges Votum für Delitzscher Bewerbung

Es ist (fast) beschlossene Sache: Die Loberstadt bewirbt sich für die Landesgartenschau (Laga) 2015. Der Stadtrat gab auf seiner jüngsten Sitzung seinen einstimmigen Segen, ein Konzept für die Großveranstaltung auszuarbeiten: Finanzierung, Stationen, Logistik.

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Die Stadträte bekennen sich zur Bewerbung der Stadt Delitzsch für die Landesgartenschau.

Quelle: dpa

Delitzsch. Vom Land Sachsen winken bis zu vier Millionen Euro Fördermittel. Im September, wenn die fertige Bewerbungsmappe vorliegt, soll der Stadtrat noch einmal entscheiden.

Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) pries das Potenzial einer Landesgartenschau schon mal in den höchsten Tönen. „Sie würde Delitzsch einen enormen Schub geben. Und die Chancen stehen gut für uns“, betonte das Stadtoberhaupt. „Nicht nur, dass wir mit Autobahn- und Zuganbindungen sowie der Nähe zu Leipzig und Halle optimale Bedingungen haben. Im Gespräch mit Jurymitgliedern haben wir auch erfahren, dass mit etwa 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Stadt im sächsischen Nordraum den Zuschlag erhalten wird.“ Zwar haben seines Wissens auch Wurzen und Grimma Ambitionen, aber „wir müssen eben jetzt mit allen Ketten klappern, die wir haben“.

Vor dem Klappern steht indes das Schmieden – von Plänen und Modellen. Erste grobe Ideen, wohin die Laga-Triebe ranken könnten, präsentierte Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch am Donnerstagabend den Stadträten. Der gestalterische Schwerpunkt der Schau liegt demnach auf dem Stadtpark. Im nördlichen Bereich, wo laut Koch die ältesten hölzernen Riesen des Grünareals stehen, soll ein Baumpark ausgewiesen werden. „Wir stellen dort zum Beispiel Pflegeschnitte dar und schauen, ob auch ein Kletterparcours möglich ist.“ Ebenfalls durch den Stadtpark, entlang des Mühlgrabens, windet sich ein „Fitnesspfad der Generationen“ mit Sportstationen. Nebenan, im Sektor „Genesung“, geht es um Feng-Shui und Naturheilverfahren.

Einbezogen werden soll auch die Villa der ehemaligen Stadtgärtnerei am Chronist-Lehmann-Weg. Dort könnte die Laga-Verwaltung untergebracht werden. Zudem bietet sich laut ersten Vorstellungen der Anbau einer Blumenhalle an. Die leichte Stahl- und Glaskonstruktion mit mindestens 600 Quadratmetern Fläche eigne sich als ein Dreh- und Angelpunkt der gesamten Schau – sie befände sich etwa in der Mitte zwischen dem Stadtpark und dem Barockschloss, wo das Bühnenprogramm steigen soll. Am Schloss ist zudem ein Kräutergarten vorgesehen sowie ein Mittelaltermarkt im Graben, überdacht mit Sonnensegeln in den Stadtfarben. Alles in allem soll die Laga auf einer möglichst zusammenhängenden Fläche stattfinden.

Sehr wahrscheinlich ist allerdings, dass an diesen ersten Ideen noch einiges verändert wird. Ein Landschaftsplanungsbüro soll nun für rund 15 000 Euro ein konkretes Konzept ausarbeiten. Daraus muss klar hervorgehen, welche Missstände Delitzsch in dem Planungsgebiet beseitigen will, damit die Fördermittel sinnvoll angelegt sind. Die Entwicklung des pflegebedürftigen Stadtparks steht da für die Verwaltung an erster Stelle. Auch die sichere Finanzierung der Veranstaltungs- und Folgekosten muss belegt sein. Zudem werden Antworten auf logistische Fragen wie die Steuerung der Besucherströme verlangt.

Die Zeit drängt – bis 30. September muss die Bewerbung beim sächsischen Landwirtschaftsministerium auf dem Tisch liegen. Kurz davor soll sich der Stadtrat noch mal damit befassen. Immerhin: Die Fraktionen scheinen fürs Erste überzeugt – zumal das Rathaus versichert hat, dass die Laga voraussichtlich nicht zum Minusgeschäft wird – dank Förderung, Ticketverkauf, Parkgebühren und Gastronomieabgaben. Allerdings wies Uwe Bernhardt (Freie Wählergemeinschaft) auf das Problem der Umzäunung des Zwölf-Hektar-Schaugebietes hin. Bürger ohne Eintrittskarte kommen ein halbes Jahr lang nicht mehr in den Stadtpark.

Kay Würker

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