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Eisenbahnstraße soll ab Montag wieder offen sein

Eisenbahnstraße soll ab Montag wieder offen sein

Diesmal hat es geklappt: kein Regen in Sicht, stattdessen Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. „Ideale Einbaubedingungen also“, erklärte Ulli Messmer erfreut.

Delitzsch. Und konnte als federführender Ingenieur den Startschuss geben für das große Baufinale auf der Eisenbahnstraße.

Gegen 7 Uhr rollten am Samstag die schweren Spezialmaschinen in die Spur. In zwei Arbeitsgängen brachten sie zuerst eine sogenannte Binderschicht auf den Untergrund, danach die nur zwei Zentimeter dicke Deckschicht aus Bitumen. Das lärmoptimierte Material soll den Geräuschpegel merklich senken, um die Anwohner zu entlasten.

Auf etwa 600 Metern, zwischen Bismarckstraße und Ludwig-Jahn-Straße, erhielt die stark befahrene innerstädtische Trasse ihren neuen Belag. Bis zum späten Samstagnachmittag waren die Arbeiter zugange – gestern musste die Straße noch einen Tag lang ohne Last durchhärten. Ab heute gegen 6.30 Uhr soll sie für den Verkehr wieder komplett geöffnet werden, teilte Ulli Messmer mit.

Geplant war die Freigabe schon für vergangene Woche. Doch da hatte regnerische Witterung das Vorhaben zunichte gemacht (wir berichteten). Die Tragschicht der Straße war zu nass, um mit Bitumen überzogen werden zu können – das Messgerät hatte einen Wert von 12 bis 15 Prozent Feuchtigkeit geliefert. Vorgestern jedoch blieb die Nässe an allen Messstellen im vertretbaren Bereich. „Der Einbau der Deckschicht ist ohne Probleme vonstatten gegangen, alles hat geklappt“, verkündete Messmer.

Diese Nachricht dürfte wohl nicht zuletzt bei Anwohnern und benachbarten Einzelhändlern in den Bahnhofspromenaden für Aufatmen sorgen. Sie mussten am Wochenende noch einmal eine Vollsperrung ertragen.

Bis auf kleinere Restarbeiten wie Fahrbahnmarkierungen soll das Großbauprojekt Eisenbahnstraße nun abgeschlossen sein. Rund vier Monate haben die Arbeiten vor Ort gedauert – vor dem eigentlichen Straßenbau hatte der Abwasserzweckverband Delitzsch Leitungen neu verlegt. Die Maßnahme wurde zum Großteil durch das Konjunkturpaket II der Bundesregierung finanziert, kostete mehr als eine halbe Million Euro.

Kay Wuerker

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