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Delitzsch Eisenteile und Geschrei: In Krostitz lag was in der Luft
Region Delitzsch Eisenteile und Geschrei: In Krostitz lag was in der Luft
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22:00 17.08.2014
Körperspannung bis in die Fingerspitzen: Stefan Kolitsch lässt beim Gewichtweitwurf die Konkurrenz hinter sich. Quelle: Alexander Prautzsch
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Krostitz

Schon gegen Mittag strömten die Besucher an die Festwiese, um den vom Clan der Berserker ausgerichteten Wettkampf zu erleben. 20 Athleten maßen sich im "Putting the Stone", dem Steinstoßen, oder im "Tossing the Caber", dem Baumstammüberschlag. Und auch im "Weight over Distance", dem Gewichtweitwurf, bei dem sich die starken Recken mit einem 12,5 Kilogramm schweren Gewicht am ausgestrecktem Arm schwunghaft im Kreis drehen, um dieses möglichst weit fliegen zu lassen.

Stefan Kolitsch beförderte das Teil, verbunden mit einem markigen Schrei, ganze 18,65 Meter. Und das auf rutschigem Boden nach heftigem Regenguss. Kolitsch, ein Döbelner, der in Krostitz sein Debüt feierte, gab sich jedoch bescheiden. Zwar hatte er in dieser Disziplin die Konkurrenz mit Abstand geschlagen und einen neuen Platzrekord aufgestellt, doch er lag noch zwei Meter unter seiner persönlichen Bestleistung, verriet Kolitsch abseits der Wettkampfzone. Auch in den anderen Disziplinen lag Kolitsch vorn.

Krostitz. Männliches Inbrunstgeschrei, schwere Eisengewichte, noch schwerere Baumstämme - in Krostitz lag am Samstag einiges in der Luft. Der 8. Keltische Abend mit den Highland Games war angesagt.

Gefragt waren am Wochenende nicht nur Kraft und Schnelligkeit, sondern auch starke Nervenkostüme. "Jetzt geht mir die Pumpe", gestand Dominic Richter von den Krostitzer Berserkern eine gewisse Nervosität - und schaffte es dann doch im zweiten Versuch, ein 20-Kilo-Gewicht über die Stange in 3,80 Meter Höhe zu werfen.

Nach einer kurzen Zwangspause wegen des Wolkenbruchs halfen selbst die Stollen unter den Sohlen der Athleten nichts mehr. Für einen "Farmers Walk" mit zwei 70 Kilogramm schweren Gewichten fehlte die nötige Bodenhaftung, entschied das Kampfgericht. Auch im Baumstammüberschlag ließ man den kleineren Qualifikationsstamm aus.

Clanchef Oliver Kläring äußerte sich jedoch zufrieden über die Resonanz auf die Krostitzer Highland Games. Mit 20 Teilnehmern stoße die Veranstaltung an ihre Grenzen. "Ein Dankeschön geht auch an die Besucher, die trotz Regens treu geblieben sind ", betonte Kläring. "Denn mit den Besuchern steht und fällt ein solcher Wettkampf." Eine Veranstaltung, auf der selbst die Kleinsten am Samstagabend noch zur Musik der "Limit-Liveband" tanzten und um 23 Uhr das Höhenfeuerwerk bestaunten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.08.2014

Alexander Prautzsch

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