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Delitzsch Eloxalwerk startet durch
Region Delitzsch Eloxalwerk startet durch
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10:08 25.06.2010
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. Pro Jahr stärkt das Eloxierbad so viele Aluminiumprofile, dass sie nebeneinander gelegt mehr als 490 Fußballfelder bedecken können.

Der Betrieb, der in drei Schichten arbeitet, schafft 60 neue Arbeitsplätze, wovon die Mehrzahl der neuen Mitarbeiter bereits eingestellt sind. In Rackwitz beschäftigt der nach eigenen Angaben führende europäische Aluminiumkonzern Norsk Hydro im Presswerk und der Recyclinggießerei nebenan mittlerweile mehr als 260 von deutschlandweit gut 6000 Mitarbeitern.

„Die neue Anlage eloxiert im Jahr vier Millionen Quadratmeter langlebige und vollständig recycelbare Aluminiumprofile. So steigt die Einheit Hydro Aluminium Extrusion Deutschland samt der schon vorhandenen 2,5 Millionen Quadratmeter Eloxalproduktion im Werk Uphusen zu einem der größten europäischen Anbieter eloxierter Aluminiumprofile auf", sagte Clemens Metzler, Geschäftsführer der Hydro Aluminium Extrusion Deutschland GmbH, vor

150 Gästen, darunter viele Kunden des Rackwitzer Unternehmens.

Gerade weil das Eloxieren Aluminium so robust und witterungsbeständig mache, würden immer mehr Kunden nach diesen Profilen, speziell für anspruchsvolle Solarmodule und -anlagen sowie Aufbauten von Nutzfahrzeugen und für die Architektur fragen. Bisher hat Hydro in Rackwitz gefertigte Profile bei externen Dienstleistern weiter behandeln lassen müssen. Doch als 2007 die Märkte boomten, entschied sich Hydro, ein eigenes Eloxalwerk in Rackwitz zu errichten. Ungewöhnlich schnell habe die Konzernführung die Investition genehmigt und auch an ihr festgehalten, als die weltweite Krise die Wirtschaft erschütterte, erinnerte Metzler. Im Oktober 2008 erfolgte der der Baustart und ab Januar 2010 produziert das Werk. „In unseren Hauptmärkten, Solar und Transport, erfüllt Aluminium eine segensreiche Funktion: Wir helfen mit, erneuerbare Energie, hier Sonnenkraft, robust verfügbar zu machen. Unser Werkstoff ist dabei selbst erneuerbar, immer und immer wieder", begründete Konzernvorstand Hans-Joachim Kock die Entscheidung.

Der Rackwitzer Bürgermeister Manfred Freigang (Unabhängige Wählervereinigung) lobte das Engagement des Unternehmens. „Als Hydro vor neun Jahren den Bauantrag für das Presswerk stellte, musste die Gemeinde über die Erschließung des Industriegebietes nachdenken. Und als diese abgeschlossen war, legte Herr Metzler die Pläne für das Eloxalwerk auf den Tisch, was weitere Veränderungen notwendig machte. Immer war Hydro aber ein Partner, der zu seinem Wort stand", so Freigang. Besonders freute er sich, dass statt der angekündigten 30 Arbeitsplätze jetzt

60 zu Buche stehen.

Metzler kündigte an, dass bei anhaltendem Erfolg der neuen Anlage darüber nachzudenken sei, mit einer dritten Presse die Kapazität weiter zu steigern. Freigang bat, dies noch in den nächsten fünf Jahren zu tun, denn sonst

müsste Hydro diese Investition mit seinem Nachfolger realisieren.

Thomas Steingen

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