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Emotionen statt Belehrungen

Emotionen statt Belehrungen

Aus sich herausgehen, Hemmungen abbauen, lernen sich auf neue Situationen einzustellen und selber etwas leisten, sollen die Schüler. „Auch einmal etwas anderes bieten und den Zusammenhalt der Klasse stärken, das wollen wir als Berufsschule“, erklärt die Schulsozialarbeiterin des Berufsschulzentrums Delitzsch Susanne Pretzsch.

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Die Schüler bei den Proben für ihr eigenes Theaterstück.

Quelle: Manfred Lüttich

Delitzsch.   Mithilfe der finanziellen Unterstützung von Jugendreferentin Uta Przikopp und  in Zusammenarbeit mit dem Oschatzer Theatre de Luna wird den Schülern nun ermöglicht ihr schauspielerisches Talent unter Beweis zu stellen und sich darüber hinaus der Welt zu öffnen.

Dabei fungieren sie nicht nur als darstellende Akteure, sondern entwickeln die Story aktiv mit. Da es kein Konzept gibt, entsteht die fertige Geschichte in all ihren Facetten um Mia erst im Laufe der Proben. Mia, gespielt von Josephine Sickert, ist ein Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Sie will ihren eigenen Weg gehen, stößt dabei aber immer wieder an Grenzen. Ein Café eröffnet sie und merkt, dass es oftmals starken Willen, Mut, Optimismus und der richtigen Begegnungen im richtigen Moment bedarf, um das Leben zu meistern. Denn ihr Café wird von Randalierern zerstört und wirft so für Mia die Frage auf, ob sie nach einer solchen Niederlage wieder aufsteht oder am Boden liegenbleibt.

„Den Schülern fehlt das Vertrauen. In erster Linie zu sich selbst. Aber auch zu dem Projekt und mir gegenüber. Ohne klares Ziel und Vorstellung über ein konkretes Ergebnis lassen sie sich nur langsam auf das Projekt ein. Wir und sie gehen das Risiko ein, nicht zu wissen, was genau am Ende dabei herauskommt“, sagt Jürgen Hartmann-Bastel, der zusammen mit seiner Frau Maria Bastel und Christoph Borda die Projekte des Theatre de Luna organisiert und durchführt.

Ihre Arbeit steht unter dem Motto: „nicht belehren, sondern Emotionen wecken“. Neben den Theaterschulprojekten und ihren bekannten Inszenierungen in Kirchen, arbeiten sie auch mit Menschen mit Handicap zusammen. Ihre Stücke sind stark geprägt durch das Zusammenwirken von Licht, Musik und Theater sowie der Individualität der Akteure. „Wir arbeiten gern mit Musik. Sie erzielt eigene Wirkungen; kann Herzen öffnen und lässt oftmals auch andere Seiten an einem Menschen erkennen“, sagt Maria Bastl. Das Theaterstück Mia endet also nicht nur für das junge Mädchen Mia, sondern auch für die Berufsschüler in der Entscheidung, ob sie einen Schritt vor oder zurück gehen. Wie sie sich entschieden haben, werden Angehörige und Freunde sowie Vertreter des Jugendamtes am morgigen Freitag um 10 Uhr zur Premiere im Berufsschulzentrum der Loberstadt live erleben können.

Jeannine Steinbrecher

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