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Delitzsch Energie-Experten aus der Ukraine sammeln in Delitzsch praktische Erfahrungen
Region Delitzsch Energie-Experten aus der Ukraine sammeln in Delitzsch praktische Erfahrungen
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00:19 26.08.2017
Evgen Laka (links) und Roman Kurnat (Zweiter von rechts) waren zu Gast bei den Delitzscher Stadtwerken. Tatjana Rinck übersetzte, was Geschäftsführer Robert Greb (rechts) und der technische Leiter Michael Denef zum Blockheizkraftwerk der SWD im Delitzscher Norden berichteten. Quelle: Foto: Manuel Niemann
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Delitzschs

„Das ist wie ein Tauchsieder“, beschrieb Robert Greb, Geschäftsführer der Stadtwerke Delitzsch (SWD) seinen ukrainischen Gästen die Wirkungsweise eines der drei Module im Blockheizkraftwerk im Delitzscher Norden. Aus überschüssigem Ökostrom Wärme zu erzeugen, ist noch ein ferner Wunsch für die Gäste.

Die interessierten sich vor allem dafür, Wärme zu gewinnen und möglichst verlustfrei in Haushalte zu bringen. Die beiden anderen Kraft-Wärme-Einheiten, die statt ihn zu verbrauchen, Strom und auch Wärme erzeugen, ließen sich Roman Kurnat, Leiter des städtischen Wärmeversorgers Schowkwa und Evgen Laka, Projektleiter im Energiebereich der westukrainschen Stadt, daher ausführlich erklären. Mit wie viel Bar das Wasser die Leitungen passiere, wie die Fernwärmeleitungen isoliert seien oder woher das Biogas zum Erwärmen komme, waren nur ein paar der Fragen, die sie stellten. Michael Denef, Technischer Leiter der SWD, erklärte das mit 5,8 Kilometern recht kleine Fernwärmenetz im Delitzscher Norden. Zugleich erhielten Kurnat und Laka Einblicke in die rechtlichen Normen, aber auch Fördermöglichkeiten oder wie über das Solidarprinzip erneuerbare Energien in Deutschland gefördert werden. Sogar zum Abfallkreislauf bis zur stofflichen und thermischen Wiedernutzung gab es eine kurze Einführung.

Viele Informationen in kurzer Zeit und nicht alle ohne Weiteres auf die Ukraine übertragbar. Dennoch gebe es Fortschritte im 13 000 Einwohner großen Schowkwa, so Alexander Lorenz, verantwortlich bei der Stadt für Wirtschaftsförderung. Ohne staatlichen Zuschuss für Gas haben sich die Schowkwaer Wärmelieferanten unabhängig von dieser Wärmequelle gemacht. Stattdessen werde aus Holzresten und -spänen umliegender Sägewerke nun ein Holzkessel betrieben. Wärmepumpen und Dämmungen sorgen dafür, dass in einer Kita statt 12 Grad Celsius jetzt 20 Grad herrschen. „Wie wir, verfolgen sie einen kleinen regionalen, dezentralen Ansatz“, so Robert Greb. Der Rundgang durch das Blockheizkraftwerk auf dem SWD-Gelände war nur eine Station, die die Delegation unternimmt. Seit 2013 unterhält Delitzsch die Know-how-Partnerschaft in Sachen Energieeffizienz mit der Stadt in der Westukraine. Sie wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt.

Von Manuel Niemann

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