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Delitzsch Energie-Landwirte
Region Delitzsch Energie-Landwirte
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17:38 26.04.2010
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. Die Nutzung erneuerbarer Energien ermöglicht ihnen, sich zusätzliche Standbeine zu schaffen. Zu solchen Alternativen gehören unter anderem die Errichtung von Windkrafträdern oder die Betreibung von Biogasanlagen.

Wie andere landwirtschaftliche Unternehmen in der Delitzscher Region besitzt auch die Agrargenossenschaft (AG) Beerendorf eine Biogasanlage. Seit 2006 erzeugt sie in Selben Strom und Wärme. Jetzt stehen die Beerendorfer Landwirte kurz vor der Inbetriebnahme einer Fotovoltaikanlage, mit der Sonnen- in elektrische Energie umgewandelt wird.

Voriges Jahr im September fassten Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft den Entschluss zu dieser Investition. Ermutigt wurden sie durch die guten Erfahrungen, die sie mit der Biogasanlage am Selbener Produktionsstandort gemacht hatten. „Eigentlich wollten wir die Anlage noch bis Ende 2009 errichten, um die bis dahin geltende höhere Vergütungssicherung zu erhalten. Die Lieferfirmen waren jedoch nicht mehr in der Lage, die Module in dieser Zeit bereitzustellen“, erinnert sich Gerhard Schladitz, Vorstandsvorsitzender der AG. So wurde das Projekt auf 2010, Betriebsstart 31.März, verschoben. Der lange Winter forderte dann noch etwas Geduld, so dass Schladitz nun hofft, Anfang Mai ins Enviam-Netz einspeisen zu können. Die Anlage sei praktisch fertig, aber wann sie ans Netz gehen könne, dass entscheide ausschließlich die Enviam.

Für das Anschlussjahr und die folgenden 20 Jahre ist den Betreibern von Fotovoltaikanlagen ein Abnahmepreis gesichert. Der beträgt im Falle der Beerendorfer AG rund 31 Cent je Kilowattstunde. Ausgelegt ist deren Anlage für einen durchschnittlichen Stromertrag von 150000 Kilowattstunden im Jahr. Dazu wurden 2100 Module installiert. Insgesamt bedecken diese eine Fläche von 1500Quadratmetern auf den beiden Dachhälften der Lagerhalle am Ortsrand von Beerendorf. Die Ost-West-Ausrichtung des Daches sei zwar nicht optimal, aber durch die Dachneigung von rund 15 Grad würden die Sonnenstrahlen lange Zeit viele, der für diese Neigung speziell ausgelegten Module, erreichen, erklärt Gerhard Schladitz einige technische Details.

„Reich werden wir mit der Fotovoltaik nicht, aber sie hilft uns den Betrieb zu stabilisieren und das Betriebsergebnis zu verbessern. Der Milchpreis habe sich zwar etwas erholt, sei aber immer noch nicht kostendeckend. Ähnlich sehe es bei Getreide aus. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Preise für landwirtschaftliche Produkte zunehmend schwanken werden. Deshalb konzentrieren wir uns auch auf Dinge wie die erneuerbaren Energien“, so der Landwirt weiter. Rund 400000Euro investiert die Genossenschaft in die Fotovoltaikanlage. Dafür bedarf es Fremdkapital, dass sich zunächst einmal refinanzieren muss.

Ziel der Agrargenossenschaft Beerendorf ist es, einmal 25 Prozent der Betriebseinnahmen mit erneuerbaren Energien zu erwirtschaften. „Deshalb denken wir bereits über eine Erweiterung unserer Biogasanlage nach“, so der Vorstandsvorsitzende. Reserven sieht er in diesem Zusammenhang in der Nutzung der in der Biogasanlage anfallenden Wärme. Bisher wird diese zum Eigenbedarf und als Nah-

wärme für 22 Grundstücke in der Straße Zum Amt in Selben genutzt. Aber nur im Winterhalbjahr benötigten die Anwohner dort entsprechende Mengen. Vorerst bleibe die Suche nach weiteren Varianten, die Wärme sinnvoll zu nutzen aber noch Zukunftsmusik, sagt Schladitz.

Thomas Steingen

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